Veröffentlicht am

Globale Gesundheit nur mit starker WHO

  • Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt: Globale Gesundheitsgefahren machen nicht an nationalen Grenzen halt. Durch die Klimakrise nehmen diese Gefahren zu.
  • Im Koalitionsvertrag haben wir deshalb vereinbart, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Sinne des One-Health-Ansatzes zu reformieren und zu stärken.
  • Dieses Ziel wird im Antrag „75 Jahre WHO: Stärkung und Reform der Weltgesundheitsorganisation“ konkretisiert.

Die WHO wurde am 7. April 1948 als Sonderorganisation der Vereinten Nationen gegründet. Seitdem spielt sie bei der Bewältigung globaler Gesundheitsherausforderungen eine zentrale Rolle.

Pandemien machen nicht an Staatsgrenzen halt

Die COVID-19-Pandemie hat uns erneut gezeigt, dass Gesundheit nicht an nationalen Grenzen halt macht. Eine gestärkte WHO könnte beispielsweise für ein effizienteres und gerechteres globales Pandemiemanagement sorgen. Um den Erwartungen an die Organisation gerecht zu werden, sind Reformen aber auch politische, personelle und finanzielle Unterstützung erforderlich. Die Ampel-Koalition setzt sich für die Stärkung der WHO ein. Auch die Europäische Union stellt die WHO in ihrer Globalen Gesundheitsstrategie ganz klar ins Zentrum der globalen Gesundheitsarchitektur.

Die WHO ist nur erfolgreich, wenn alle Akteure beteiligt werden. Deswegen wird im Antrag bekräftigt, dass die Bundesregierung sich im Rahmen der deutschen WHO-Mitgliedschaft weiterhin dafür einsetzt, dass Vertreter*innen des Gesundheitsministeriums und der Gesundheitsbehörden von Taiwan eine Teilnahme als Beobachter*in an der Weltgesundheitsversammlung sowie an weiteren Gremien und Aktivitäten der WHO gewährt wird.

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Die Klima- und Biodiversitätskrise stellt eine der größten Gefahren für die menschliche Gesundheit dar. Dass 75 Prozent der neu auftretenden Infektionskrankheiten Zoonosen sind, ist kein Zufall. Es ist das direkte Resultat der Zerstörung von tierischen Lebensräumen und Artensterben. Gleichzeitig führt die Erderhitzung zu immer häufigeren Extremwetterereignissen, wie Dürren und Überflutungen. Von den daraus resultierenden Ernteausfällen sind Millionen von Menschenleben direkt bedroht. Auch aus diesem Grund gilt: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

Klimakrise und Biodiversitätsverlust vorbeugen

Zentrale Forderung des Antrags ist, dass die WHO dabei unterstützt wird, den gesundheitlichen Auswirkungen der Klimakrise und des Biodiversitätsverlustes vorzubeugen. Dabei soll im Sinne des One-Health-Ansatzes gehandelt werden. Dieser verknüpft die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen. Im Mittelpunkt des One-Health Ansatzes steht das Ökosystem von Tier und Mensch und ihre Schnittstellen. Dazu gehören eine nachhaltige Finanzierung des Klimaprogramms der WHO und eine Resolution auf der Weltgesundheitsversammlung 2024 zu Klima und Gesundheit.

Antrag

Stärkung und Reform der Weltgesundheitsorganisation

Weitere Meldungen zum Thema

Reformen angehen statt Stillstand verwalten - Für ein Sofortprogramm Zukunft

Die Rente reicht oft nicht, Arzttermine sind Mangelware und gute Pflege ist extrem teuer geworden. Wir schlagen deshalb ein „Sofortprogramm Zukunft“ vor, um unseren Sozialstaat endlich gerechter, digitaler und fit für morgen zu machen.

Autor*innenpapier
Autor*innenpapier herunterladen: Reformen angehen statt Stillstand verwalten - Für ein Sofortprogramm Zukunft
Weniger Antibiotika in der Tierhaltung

Als Grüne im Bundestag ist uns sehr wichtig, dass weniger Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung eingesetzt werden, weil sie Menschenleben retten können.

Fachtext
Fachtext: Weniger Antibiotika in der Tierhaltung
Britta Haßelmann und Ulle Schauws: Gerichtsurteil im Berufungsverfahren über Schwangerschaftsabbrüche in einer katholischen Klinik

Dieses Urteil ist für Joachim Volz ein Erfolg – aber dennoch ist es kein guter Tag für Frauen.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Britta Haßelmann und Ulle Schauws: Gerichtsurteil im Berufungsverfahren über Schwangerschaftsabbrüche in einer katholischen Klinik
Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern

Lange Wege, wenige Anlaufstellen, unsichere Versorgung: In vielen Regionen fehlt eine verlässliche Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen. Unser Antrag zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Fachtext
Fachtext: Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern
Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten

Wir stärken Patient*innenrechte: bessere Beweislage, klare Organisationsverantwortung, fälschungssichere Dokumentation und unabhängige Gutachten – für mehr Transparenz und Vertrauen im Gesundheitssystem.

Fachtext
Fachtext: Stärkung der Rechte von Patientinnen und Patienten
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

Blick auf den grün eingefärbten Besucherbereich innerhalb der Reichstagskuppel

Was uns verbindet

Die Zeitung "Extra Grün" bringt soziale Wärme zum Jahresende.

Zeitschrift
Zur Publikation: Was uns verbindet

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Ohne Wasser kein Leben

Wie Renaturierung und natürlicher Klimaschutz helfen, unsere Trinkwasservorräte zu sichern.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Ohne Wasser kein Leben