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Unsere Vorschläge für einen modernen Spitzensport
- Spitzensportförderung in Deutschland steht vor neuen Herausforderungen. Für mehr sportliche Erfolge müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.
- Bisherige Vorschläge der Regierungskoalition greifen zu kurz. Das vorgelegte Sportfördergesetz muss mit einer Verankerung von Athlet*innenrechten verbessert werden.
- Unsere Vorschläge für einen modernen und transparenten Spitzensport liegen auf dem Tisch: Mehr Transparenz in den Strukturen, Geschlechtergerechtigkeit und verbesserte Absicherung für Athlet*innen.
Neue Weichenstellungen für den Spitzensport
Die Spitzensportförderung in Deutschland bedarf einer Reform. Strukturen und Prozesse müssen angepasst werden. Die letzte Spitzensportreform von 2017 hat nach Einschätzung vieler Expert*innen nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Sportliche Erfolge bleiben hinter der deutlich gestiegenen finanziellen Förderung auf Bundesebene zurück. Die finanzielle Förderung für den Spitzensport mit weit über einer Milliarde Euro im olympischen Vier-Jahres-Zyklus muss effizienter und effektiver werden.
Koalitionsentwurf für Sportfördergesetz nicht ausreichend
Die jetzige Regierungskoalition von CDU/CSU und SPD hat einen Gesetzentwurf für ein Sportfördergesetz und die Einrichtung einer Sportagentur vorgelegt. Aus unserer Sicht ist dieser Gesetzentwurf nicht ausreichend, denn insbesondere die Rechte und Interessen der Athlet*innen werden weiterhin vernachlässigt. Daher haben wir zwei Bundestagsanträge im Deutschen Bundestag hinzugestellt, um eine wirkliche Reform zu erreichen.
Grünes Konzept für eine moderne Spitzensportförderung
Mit unserem Antrag „Spitzensportförderung transparent, wirksam und zukunftsfest gestalten“ setzen wir auf größere Transparenz und stärkere Absicherung der Athlet*innen, gerade auch für Athlet*innen mit Behinderungen. Für Athletinnen und deren Vertretungen müssen Mitbestimmungsrechte in den Gremien der neuen Sportagentur verankert werden. Außerdem benötigt es Schritte für eine verbindliche Parität in den bisher noch zu stark von Männern dominierten Gremien des Sports. Die staatliche Förderung soll nur erfolgen, wenn Sportverbände dem Schutzzentrum für Safe Sport beitreten und es glaubwürdige Integritätsstrukturen gibt.
Mit unserem zweiten Aktivantrag „Mutterschutz von Athletinnen wirksam absichern, Schutzlücken für selbstständige Spitzensportlerinnen schließen“ wollen wir die Vereinbarkeit von Spitzensport, Schwangerschaft und Mutterschaft verbessern.
Weiteres Verfahren im Bundestag
Wir wollen deutliche Verbesserungen in der Spitzensportförderung erreichen. Daher haben wir unser Konzept gezielt auch für eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Sport und Ehrenamt im Deutschen Bundestag eingebracht. Nach erfolgter erster Lesung im Bundestag am 21. Mai 2026 wollen wir mit allen Akteuren im Spitzensport diskutieren und setzen darauf, dass sich die Koalitionsfraktionen bei den Beratungen im Ausschuss der sachlichen Diskussion und unseren Vorschlägen nicht einfach entziehen. Für uns steht fest: Eine moderne und erfolgreiche Spitzensportförderung ist nur mit modernen Strukturen und mehr Mitbestimmung für Athlet*innen möglich.
Weitere Texte und Dokumente zu diesem Thema
Spitzensport bedarf moderner und transparenter Strukturen und mehr Schutz und Absicherung für Athlet*innen. Das muss Eingang in das Sportfördergesetz auf Bundesebene finden.
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