Genossenschaftliches Wohnen gegen die Wohnungskrise
Veranstaltungsdetails
Über die Veranstaltung
Digitales Fachgespräch „Gemeinschaftlich, bezahlbar und sozial: Genossenschaftliches Wohnen als Lösungsansatz gegen die Wohnungskrise“ mit den Bundestagsabgeordneten Mayra Vriesema und Lisa Paus
Wie kann Wohnen wieder bezahlbar werden und welche Wege führen aus der aktuellen Wohnungskrise?
Am Montag, den 11. Mai, diskutierten die Bundestagsabgeordneten Mayra Vriesema und Lisa Paus gemeinsam mit Expert*innen aus dem Bereich der Wohnungsgenossenschaften über diese Fragen. Hintergrund ist die bedeutende Rolle von Genossenschaften, die rund 20 Prozent des Wohnraums in Deutschland bereitstellen – sozial verträglich und vergleichsweise bezahlbar. Ziel des Fachgesprächs war es, gemeinsam mit Akteur*innen aus Genossenschaften, Kommunen, Syndikaten und der Immobilienbranche Ansätze zu entwickeln, wie die Förderung genossenschaftlichen Wohnens verbessert werden kann, um mehr günstigen und sozialen Wohnraum zu schaffen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf dem KfW-Förderkredit 134, der den Erwerb von Genossenschaftsanteilen unterstützt, in der Praxis jedoch oft schwer zugänglich ist.
In einer ersten Diskussionsrunde schilderten die geladenen Expert*innen ihre Einschätzungen zu den zentralen Herausforderungen genossenschaftlichen Wohnens und benannten mögliche Lösungsansätze. Dabei standen insbesondere die hohen Boden- und Baukosten, die bislang unzureichende Förderung von Syndikaten sowie die Rolle von Dachgenossenschaften im Mittelpunkt.
Der zweite Teil des Gesprächs widmete sich vertieft dem KfW-Förderkredit 134. Diskutiert wurden die bestehenden Hürden im Antragsverfahren sowie konkrete Verbesserungsvorschläge. Als zentrale Probleme wurden unter anderem die hohen Bonitätsanforderungen genannt, die vielen Interessierten den Zugang erschweren. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, ob der Bund Genossenschaften künftig stärker über eine Objektförderung statt über die bisherige Subjektförderung – wie sie durch den Kredit 134 erfolgt – unterstützen sollte.
Abschließend bündelten Mayra Vriesema und Lisa Paus die wesentlichen Erkenntnisse und Impulse aus der Diskussion. Diese sollen in die Erarbeitung eines Gutachtens der grünen Bundestagsfraktion einfließen, das konkrete Vorschläge zur besseren Förderung von Wohnungsgenossenschaften entwickeln wird. Denn klar ist: Wohnen ist ein Menschenrecht – und Genossenschaften sind ein zentraler Bestandteil der Lösung für mehr sozialen und bezahlbaren Wohnraum.
- Veranstalter
FB 2-Koordinationsbüro (Ökologie)
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
TEL 030/227 59406