Moor-Tour in der Sommerpause: Wasser in der Landschaft halten
Ende August haben sich Niklas Wagener und Britta Hasselmann im Rahmen einer Moor-Tour durch Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit der Zukunft unserer Moore und dem Thema Wasserrückhalt in der Landschaft auseinandergesetzt.
Wahlkreisbüro Niklas Wagener
Austausch mit Expert*innen vor Ort
Auf der Reise wurden sowohl ein Hochmoor als auch ein Niedermoor besucht. Im Mittelpunkt standen dabei der Austausch mit Landwirten vor Ort, einem Landrat sowie zahlreichen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Naturschutz und Praxis. Gespräche fanden unter anderem mit dem ATB Leibniz-Institut, der Michael Otto Stiftung, der Michael Succow Stiftung, Mission to Marsh sowie mit einer Försterin auf Usedom statt. Besonders intensiv wurde dabei unser Antrag zum Thema „Wasserrückhalt und Resilienz stärken - Einkommensperspektiven für Landwirte schaffen und Moorschutzverfahren beschleunigen“ diskutiert.
Die wichtigste Erkenntnis der Tour: Die Dürren und Trockenheiten der vergangenen Jahre – und insbesondere die Erfahrungen dieses Jahres – werden keine Ausnahme bleiben. Vielmehr müssen wir uns darauf einstellen, dass sich Trockenperioden und ihre Folgen weiter ausbreiten und unsere Landschaften zunehmend unter Wasserknappheit leiden werden.
Klimaanpassung ist das Gebot der Stunde - gerade in Mooren
Unsere Landschaft muss deshalb konsequent an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Klimaanpassung ist das Gebot der Stunde. Dabei wird Wasser eine zentrale Rolle spielen und uns in den kommenden Jahren erheblich beschäftigen. Die entscheidende Frage lautet: Wie können wir Wasser wieder stärker und vor allem länger in der Landschaft halten, speichern und für trockene Zeiten verfügbar machen?
Moore können dabei eine wichtige Rolle spielen. Ihr Schutz und ihre Wiedervernässung sind nicht nur für Klima und Biodiversität von großer Bedeutung, sondern auch für einen besseren Wasserhaushalt in der Landschaft. Gleichzeitig wurde deutlich, dass erfolgreiche Lösungen nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden können. Gemeinsam mit Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Naturschutz.
Die Moor-Tour hat uns daher vor allem eines gezeigt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wir müssen jetzt präventiv handeln und in Maßnahmen investieren, die unsere Landschaften widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen. Wasser in der Landschaft zu halten, wird dabei zu einer der zentralen Zukunftsaufgaben.