Pressemitteilung 31.08.2016

Arbeitsuchende und Langzeitarbeitslose profitieren zu wenig von der guten Arbeitsmarktlage

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat August erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Trotz der Sommerpause zeigt sich der Arbeitsmarkt weiter robust. Das ist die gute Nachricht. Gleichzeitig profitieren Arbeitsuchende und Langzeitarbeitslose immer noch viel zu wenig von der guten konjunkturellen Lage. Das bleibt die schlechte Nachricht - vor allem für die Jobcenter, die zusätzlich durch die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen herausgefordert sind.

Es rächt sich, dass Arbeitsministerin Nahles die strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt nicht angegangen ist. Zwar beklagt sie selbst die anhaltend hohe Langzeitarbeitslosigkeit. Doch außer ihren Mini-Programmen für die Gruppe hat sie wenig vorzuweisen. Symptomatisch dafür ist der Rückgang der begonnenen Weiterbildungen von Arbeitslosengeld-II-Beziehern um über 20 Prozent seit 2012. Für viele Arbeitslose bedeutet die fehlende Qualifizierung das dauerhafte Aus am Arbeitsmarkt, Langzeitarbeitslosigkeit und Langleistungsbezug sind die Folge. Ministerin Nahles kann nicht einerseits das Hohelied der Weiterbildung singen und andererseits immer weniger Arbeitsuchenden die Chance dazu geben. Es muss endlich ein Strategiewechsel in der Arbeitsförderung her.

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