Pressemitteilung 01.08.2017

Arbeitsmarktzahlen: Langzeitarbeitslose weiterhin abgehängt

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juli erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die positiven Eckwerte am Arbeitsmarkt sind hauptsächlich der guten Konjunktur zu verdanken und nicht der Arbeitsmarktpolitik von Ministerin Nahles. Und in deren Arbeitsmarkpolitik tun sich weiterhin Leerstellen auf. Besonders deutlich zeigt sich das an den nach wie vor fehlenden Chancen für Langzeitarbeitslose. Auch wenn die offizielle Statistik den Eindruck erweckt, dass auch sie von der positiven Gesamtlage am Arbeitsmarkt profitieren, ist das nur in wenigen Ausnahmen der Fall. Nur noch jeder sechste langzeitarbeitslose SGB-II-Bezieher, der im Jahr 2016 die Arbeitslosigkeit beendete, hat tatsächlich einen neuen Job gefunden. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 schaffte das noch jeder Vierte. Anstatt in Arbeit landen Langzeitarbeitslose immer häufiger in der Nichterwerbstätigkeit - fallen also etwa wegen Arbeitsunfähigkeit aus der Statistik. Diese ernüchternde Bilanz belegt das Scheitern der bisherigen Arbeitsmarktpolitik. Es muss endlich wieder mehr in Arbeitslose und ihre Fähigkeiten investiert werden. Außerdem müssen die befristeten Sonderprogramme für Langzeitarbeitslose durch einen verlässlichen Sozialen Arbeitsmarkt ersetzt werden. Nur so erhalten die unter Nahles Abgehängten wieder eine Chance auf Teilhabe durch Arbeit.​

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