Pressemitteilung 30.06.2017

Arbeitsmarktzahlen: Nahles versagt im Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Juni erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Langzeitarbeitslose profitieren viel zu wenig von der positiven Gesamtlage am Arbeitsmarkt. Daran hat sich in der Amtszeit von Arbeitsministerin Nahles nichts geändert. In der offiziellen Statistik geht die Zahl der Langzeitarbeitslosen zwar leicht zurück, doch zählt man die 160.000 Menschen dazu, die wegen einer Sonderregelung für Ältere nicht mitgezählt werden, sind es nach wie vor über eine Million.

Die Unternehmen schaffen zwar weiter neue Arbeitsplätze, doch die meisten langzeitarbeitslosen Menschen haben wegen fehlender Qualifikationen trotzdem kaum Chancen eingestellt zu werden. Während der Beschäftigungszuwachs der guten wirtschaftlichen Entwicklung zu verdanken ist und nichts mit der Arbeitsmarktpolitik von Nahles zu tun hat, sind die schlechten Aussichten von Langzeitarbeitslosen allerdings der Ministerin anzulasten. Sie hat es versäumt, ausreichend in die Qualifikationen der langzeitarbeitslosen Menschen zu investieren. Dabei schafft gute Qualifizierung echte Perspektiven auf einen Arbeitsplatz.

Auch für die Langzeitarbeitslosen, die absehbar auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, ist Nahles Bilanz ernüchternd. Anstatt einen verlässlichen Sozialen Arbeitsmarkt einzurichten, hat sie das Programm-Hopping ihrer Vorgängerin fortgesetzt. Genauso wie die Vorläufer sind die zwei aktuellen Sonderprogramme ineffizient, erreichen viel zu wenige und sind zeitlich befristet. Sie entzünden bestenfalls ein Strohfeuer. Aktuell sind nur 27.500 Plätze in den beiden Sonderprogrammen besetzt. Angesichts der Problemdimension reicht das vorne und hinten nicht.

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