Pressemitteilung vom 28.02.2020

Arbeitsmarktzahlen: Jetzt an morgen denken

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Februar erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

Noch zeigt sich der Arbeitsmarkt robust, doch schon jetzt müssen die Herausforderungen von morgen in den Blick genommen werden. Der derzeitige arbeitsmarktpolitische Instrumentenkasten ist nur unzureichend für die Veränderungen durch Digitalisierung und die ökologische Transformation ausgestattet. Wir fordern eine vorausschauende Arbeitsmarktpolitik, die auf Qualifizierung für alle setzt und damit neue Chancen und Perspektiven ermöglicht.

Es muss ein neues Qualifizierungs-Kurzarbeitergeld geben, das es Betrieben im ökologischen Wandel ermöglicht, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für die Zukunftstechnologien zu machen. Und gleichzeitig dürfen wir diejenigen nicht vergessen, die den Anschluss an den Arbeitsmarkt seit langer Zeit verloren haben. Für langzeitarbeitslose Menschen braucht es passende Strukturen, damit auch sie sich qualifizieren können. Denn ohne sinnvolle Weiterbildung haben sie kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder schaffen es immer wieder nur in kurzfristige prekäre Beschäftigung. Seit Jahren werden Langzeitarbeitslose in der beruflichen Weiterbildung zu wenig gefördert. Das muss sich ändern. Statt kurzfristiger Maßnahmen muss es endlich mehr Qualifizierungsangebote und positive Anreize für die Teilnehmenden geben.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat