Im Supermarkt am Luisenplatz in Potsdam gibt es keine Verpackungen. Aus großen Behältern kann man sich die Produkte in eigene Gefäße abfüllen und so den Verpackungsmüll reduzieren.

Nachhaltigkeit

Für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen

  • Wir sind konfrontiert mit der zunehmenden Klimakrise, einem ungebremsten Artensterben und der weltweiten Verschmutzung der Umwelt mit Plastik.
  • Das Ziel von nachhaltiger Politik ist, unsere Erde auch für nachfolgende Generationen lebenswert zu erhalten. Mit den "Sustainable Development Goals" (SDGs) der Vereinten Nationen gibt es erstmals universelle Nachhaltigkeitsziele.
  • Wir Grüne im Bundestag arbeiten an Konzepten, parlamentarischen Initiativen und Gesetzentwürfen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen und die Menschenrechte zu erhalten.

Agenda 2030: UN-Nachhaltigkeitsziele umsetzen

Die internationale Staatengemeinschaft hat sich beim Weltgipfel 1992 in Rio de Janeiro mit der Agenda 21 auf das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung verständigt. Mit den 17 "Sustainable Development Goals" (SDGs), die im September 2015 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurden, gibt es erstmals universelle Nachhaltigkeitsziele. Sie gelten für Industrieländer genauso wie für den globalen Süden. Für die 17 von allen Staaten der Welt verabschiedeten Nachhaltigkeitsziele haben wir Grüne im Bundestag seinerzeit 17 Einzelanträge vorgelegt. Exemplarisch für jedes von der UN formulierte Ziel fordern wir die Bundesregierung auf, mit der Umsetzung dieser Agenda 2030 – global und national – voranzukommen. Doch Expertinnen und Experten stellen der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Die Botschaft des Peer-Review-Berichts ist eindeutig. Die Bundesregierung ist noch weit davon entfernt, eine Politik im Einklang mit der Agenda 2030 zu gestalten. Bei 29 von 63 Indikatoren ist die Bundesregierung dabei, ihre Ziele zu verfehlen. Außerdem kritisieren Expertinnen und Experten, dass viele weitere Ziele nicht ambitioniert genug sind, um wirkliche Veränderungen herbeizuführen.

Wir fordern:

  • Nachhaltige Entwicklungsziele konsequent umsetzen.

Bundesregierung versagt bei Artenschutz, Klimaschutz & Meeresschutz

In vielen Politikfeldern widerspricht die Politik der Bundesregierung explizit der Agenda 2030. Sie konterkariert das Klimaschutz-SDG 13, indem sie den Kohleausstieg verschleppt und in Brüssel bei ambitionierten Klimaschutz-Vorgaben für die Autoindustrie bremst. Mit dem Festhalten am Status Quo einer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die eine industrialisierte Landwirtschaft subventioniert und damit dem Artensterben nichts entgegensetzt, läuft die aktuelle Entwicklung dem SDG 15 (Schutz von Biodiversität und Ökosystemen) entgegen. Auch um das SDG 14 (Leben unter Wasser) ist es nicht gut bestellt. Unsere Ozeane werden in einem erschreckenden Tempo mit Plastik vermüllt. Es fehlt der Bundesregierung also an allen Ecken und Enden an politischem Willen, um die SDGs als das zu sehen, was sie sind: Eine Aufforderung die Welt radikal zu verbessern.

Wir fordern:

  • Eine vollständige Kreislaufwirtschaft.
  • Den Ausbau erneuerbarer Energien.
  • Die Bewahrung der Arten- und Sortenvielfalt.

Menschenrechte: Unabdingbar für jede Nachhaltigkeitsstrategie

Die rasante ökonomische Entwicklung in den Industrieländern hat weltweit zu erheblichen Ungleichheiten geführt. Wirtschaftlicher Prosperität und neuem Wohlstand stehen Ungleichheit und ökologischer Raubbau gegenüber. In den Entwicklungs- und Schwellenländern ist und wird die Umwelt stark belastet und Menschenrechte werden nicht respektiert. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung setzen wir uns im Bundestag für eine umfassende nachhaltige Politik mit aller Kraft ein. Dazu gehört für uns auch der Einsatz für Menschenrechte und eine global gerechte Entwicklung, an der alle teilhaben, statt Unterdrückung und Ausbeutung. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner Würde, seinen unveräußerlichen Rechten und seiner Freiheit.

Wir fordern:

Unsere Arbeit im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung

Der parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung begleitet die Nachhaltigkeitspolitik auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene im Bundestag. Die Mitglieder des Beirats nehmen Stellung zur Weiterentwicklung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und widmen sich den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit. In der Stellungnahme des Beirats zum Konsultationspapier der Bundesregierung zur Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2018 heißt es zum Beispiel: „Um die SDGs zu verwirklichen, muss sich die Politik innerhalb Deutschlands an den Zielen ausrichten, darf deutsche Politik über nationale Grenzen hinaus nicht den SDGs widersprechen und müssen andere Länder bei deren nationaler Umsetzung unterstützt werden.“