Veröffentlicht am

Gewalthilfegesetz: Verbesserung beim Schutz vor Gewalt gegen Frauen

  • Am 31. Januar 2025 wurde das Gewalthilfegesetz im Bundestag beschlossen – ein Meilenstein im Gewaltschutz.
  • Frauen, die von Gewalt betroffen sind, erhalten endlich gemeinsam mit ihren Kindern einen Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung.
  • Damit dieser überall in Deutschland für die Betroffenen ohne Bedingungen und kostenfrei gilt, steigt der Bund erstmals in die Finanzierung des Gewalthilfesystems ein.

Wir Grüne im Bundestag haben lange für einen Paradigmenwechsel im Gewaltschutz gekämpft. Unser Ziel: Jede Frau, die von häuslicher Gewalt betroffen ist, muss unabhängig von Einkommen und Vermögen, Herkunftsort und Wohnsituation sowie Aufenthaltsstatus in einer akuten Situation Zugang zu einer Schutzeinrichtung erhalten. Nun ist es endlich gelungen, hierfür eine Mehrheit im Deutschen Bundestag zu gewinnen.

Zusammen mit den Abgeordneten der Fraktionen der SPD und der Union haben wir uns auf das Gewalthilfegesetz geeinigt. Damit wird ein bundesweiter Rechtsanspruch auf Schutzplätze und Beratung für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder eingeführt. Außerdem beteiligt sich der Bund erstmalig an der Finanzierung des Gewalthilfesystems in einer Höhe von 2,6 Milliarden Euro und übernimmt somit gemeinsam mit den Bundesländern Verantwortung. Die Länder sollen ihre eigenen Bedarfe ermitteln und das Hilfesystem entsprechend ausbauen, bevor der Rechtsanspruch 2032 in Kraft tritt.

Strukturelle Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen dürfen von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Wir Grüne im Bundestag setzen uns seit vielen Jahren für die vollständige und vorbehaltslose Umsetzung der Istanbul-Konvention ein.

Gesetzentwurf

Entwurf eines Gesetzes für ein verlässliches Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt

Weitere Texte und Dokumente zum Thema

Ulle Schauws und Lisa Paus: Nur noch 100 Tage – EU-Lohnentgelttransparenzrichtlinie endlich wirkungsvoll umsetzen

Morgen ist Equal Pay Day. Genau ab dem Tag hat die Bundesregierung noch 100 Tage, um die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in deutsches Recht umzusetzen.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Ulle Schauws und Lisa Paus: Nur noch 100 Tage – EU-Lohnentgelttransparenzrichtlinie endlich wirkungsvoll umsetzen
Reformen angehen statt Stillstand verwalten - Für ein Sofortprogramm Zukunft

Die Rente reicht oft nicht, Arzttermine sind Mangelware und gute Pflege ist extrem teuer geworden. Wir schlagen deshalb ein „Sofortprogramm Zukunft“ vor, um unseren Sozialstaat endlich gerechter, digitaler und fit für morgen zu machen.

Autor*innenpapier
Autor*innenpapier herunterladen: Reformen angehen statt Stillstand verwalten - Für ein Sofortprogramm Zukunft
Mihalic und Schauws: LeSuBiA-Studie: Frauen besser vor Gewalt schützen

Wir haben ein massives Gewaltproblem in unserer Gesellschaft und Frauen sind davon besonders stark betroffen.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Mihalic und Schauws: LeSuBiA-Studie: Frauen besser vor Gewalt schützen
Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern

Lange Wege, wenige Anlaufstellen, unsichere Versorgung: In vielen Regionen fehlt eine verlässliche Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen. Unser Antrag zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Fachtext
Fachtext: Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen sichern
Ulle Schauws: Recht auf körperliche Unversehrtheit schützen – Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen

Die entsetzliche Praxis der Genitalbeschneidung von Mädchen und Frauen ist weltweit noch immer verbreitet.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Ulle Schauws: Recht auf körperliche Unversehrtheit schützen – Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

Menschen, die sich an den Händen halten

Demokratie und Zusammenhalt

profil:GRÜN 4/2024

Zeitschrift
Zur Publikation: Demokratie und Zusammenhalt
Coverbild des Fraktionsmagazins profil Grün, Ausgabe Die neue Fraktion

Die neue Fraktion

profil:GRÜN 03/2018

Zeitschrift
Zur Publikation: Die neue Fraktion

Für ein starkes Europa

Wir wollen Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Europa schützen und fördern.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Für ein starkes Europa