Veröffentlicht am

Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!

  • Der islamistische Terroranschlag auf den Berliner CSD darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Queerfeindliche Hasstaten zielen darauf, einer ganzen Bevölkerungsgruppe die Freiheit zu nehmen, sich selbstbestimmt im öffentlichen Raum zu bewegen.
  • In einem gemeinsamen Autor*innenpapier „Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!“ fordern die Fraktionsvizes Konstantin von Notz und Misbah Khan, die Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge, die queerpolitische Sprecherin Nyke Slawik sowie die zuständigen Fachpolitiker*innen aus Innen, Recht und dem Familien- und Jugendbereich eine Offensive gegen Queerfeindlichkeit.
  • Eine freie und offene Gesellschaft darf queerfeindliche Hasskriminalität und jegliche Versuche, queere Menschen in die Unsichtbarkeit zurückzudrängen, niemals hinnehmen.

Nach dem Anschlag muss die queere Community endlich gehört werden. Wir fordern den Bundeskanzler auf, die queeren Verbände zu einem Spitzentreffen im Kanzleramt einzuladen unter Einbeziehung aller zuständigen Ministerien. Nach einem Anschlag wie dem Berliner CSD sollte das eine demokratische Selbstverständlichkeit sein. 

Alles muss auf den Tisch: die islamistische Bedrohung, ebenso die zahlreichen anderen, meist rechtsextremistisch motivierten Anfeindungen und gewalttätige Übergriffe gegen CSD und queere Einrichtungen und ganz besonders auch die viel zu wenig beachteten Gefahren, denen queere Menschen im Alltag ausgesetzt sind. 

Schutzlücke im Artikel 3 Grundgesetz schließen

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte am 12. August queere Verbände und Projekte zu einem Austausch über Konsequenzen nach dem Anschlag auf den Berliner CSD eingeladen. Eine zentrale Botschaft aus diesem Austausch ist, dass die demokratischen Fraktionen alles tun müssen, damit queerfeindliche Einstellungen gar nicht erst entstehen und sich verfestigen. Dazu gehört, das Gleichbehandlungsgebot in Artikel 3 Absatz 3 unseres Grundgesetzes um den ausdrücklichen Schutz der „sexuellen Identität“ zu ergänzen. 77 Jahre nach Verkündung des Grundgesetzes muss diese Schutzlücke endlich geschlossen werden. „Wenn die CDU/CSU auf Bundesebene darauf beharrt, dass queere Menschen in unserer Verfassung unsichtbar bleiben, ist das ein krasses Symbol kalter Missachtung“, heißt es in dem Autor*innenpapier.

Die Sicherheit für CSDs muss weiter gestärkt werden, ebenso die Prävention und effektive Strafverfolgung queerfeindlicher Hasskriminalität. Bereits 2023 hat der von der Innenministerkonferenz (IMK) angeregte Arbeitskreis „Bekämpfung homophober und transfeindlicher Gewalt“ konkrete Empfehlungen vorgelegt. Diese müssen nun entschlossen angegangen werden. 

Vielfalt fördern

Die Bundesregierung wird in dem Autor*innenpapier zur Abkehr von ihrer fatalen Kahlschlagspolitik aufgefordert. Der Aktionsplan „Queer leben“ darf nicht einfach beerdigt, sondern sollte engagiert fortgeführt und weiterentwickelt werden. Dass Familien- und Jugendministerin Prien Vielfalt nicht mehr als staatliches Förderziel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ anerkennen will, ist ein massiver Rückschritt für queere Menschen und viele andere. Das gleiche gilt für ihr Vorhaben, die jahrzehntelange Förderung des queeren Jugendnetzwerks „Lambda“ zu streichen. Die dringend notwendige Präventionsarbeit gegen Radikalisierung wird geschwächt, ebenso die Unterstützung von von Queerfeindlichkeit Betroffenen. Das ist absolut unverantwortlich.

 

Autor*innenpapier im Wortlaut

Das Autor*innenpapier “Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!” findet sich hier als pdf zum Download.

Weitere Texte und Dokumente zum Thema

Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen

Eine freie und offene Gesellschaft darf queerfeindliche Hasskriminalität und jegliche Versuche, queere Menschen in die Unsichtbarkeit zurückzudrängen, niemals hinnehmen. Autor*innenpapier der grünen Bundestagsfraktion.

Autor*innenpapier
Autor*innenpapier herunterladen: Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen
Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!

Es braucht eine Offensive gegen Queerfeindlichkeit. Das fordert die grüne Fraktionsspitze als Konsequenz aus dem Anschlag auf den Berliner CSD. Denn Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit!

Fachtext
Fachtext: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!
Britta Haßelmann und Katharina Dröge zum Anschlag auf den Berliner CSD

Der Anschlag auf den Berliner CSD am gestrigen Abend ist eine entsetzliche Terrortat. Dieser feige Anschlag zielte auf queere Menschen und ihre Freund*innen, die für gleiche Rechte und gegen Hasskriminalität demonstriert haben.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Britta Haßelmann und Katharina Dröge zum Anschlag auf den Berliner CSD
Queerfeindlichkeit: Flagge zeigen

Deutschland kann stolz darauf sein, dass Menschen sich 2026 auf weit über 100 Christopher-Street-Day-Veranstaltungen für Menschenrechte und Vielfalt einsetzen.

Fachtext
Fachtext: Queerfeindlichkeit: Flagge zeigen
Bessere Plattformen für alle - Junge Menschen schützen und stärken

Wir müssen den Schutz von Kindern stärken, ihre altersgerechte Teilhabe sichern und ihre Befähigung zu einem kompetenten Umgang fördern.

Beschluss
Beschluss herunterladen: Bessere Plattformen für alle - Junge Menschen schützen und stärken
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

Die Erdkugel, bunte Kontinente, blaues Wasser, Aufschrift: Liebe, Würde, Freiheit. Queere Rechte weltweit schützen

Liebe, Würde, Freiheit

Wir wollen queere Rechte weltweit schützen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Liebe, Würde, Freiheit

CSD 2026

Fächer

Sonstiges
Zur Publikation: CSD 2026

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag