Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
- Die Achtung, der Schutz und die Umsetzung von Menschenrechten eines und einer jeden ist die Voraussetzung für ein Leben in Würde und Freiheit.
- Die universellen Menschenrechte sind für uns ein roter Faden grüner Politik. Wir unterstützen mutige Menschenrechtsverteidiger*innen weltweit, kämpfen für Arbeit- und Sozialstandards anstelle schneller Profite und wehren uns gegen systematische Angriffe auf das Menschenrechtssystem und gegen Straflosigkeit.
- Jeder Mensch hat Rechte! Deswegen stehen wir für humanitäre Hilfe, die Bedürfnisse der notleidenden Menschen an erste Stelle stellt und frei ist von politischen und geostrategischen Interessen.
iSTock/FG Trade Latin
Darum machen wir das:
Wir Grüne im Bundestag kämpfen für eine Welt in der alle Menschen frei sind und die gleichen Rechte genießen:
- Journalist*innen und Medienschaffende müssen ohne Einschränkungen berichten können; alle Menschen sollen sich frei und informiert in den demokratischen Rechtstaat einbringen können.
- Frauen, Kinder, LSBTIQ-Personen und Menschen mit Behinderung leben frei von Alltags- und struktureller Diskriminierung.
- Verantwortliche für schwerste Menschenrechtsverbrechen, müssen vor Gericht gestellt und zur Verantwortung gezogen werden. Deutschland muss hierbei einen wichtigen Beitrag leisten, Straflosigkeit zu beenden.
- Menschenrechtsverteidiger*innen sind weltweit zu unterstützen - im Heimatland akut bedrohte Aktivist*innen müssen in Deutschland unbürokratisch Schutz erhalten.
- Gute Arbeits- und Sozialstandards stehen vor schnellen Profiten. Menschenrechte und Umweltstandards müssen entlang globaler Lieferketten umgesetzt und die Einhaltung muss nachvollzogen werden können.
- Kein Mensch soll auf der Flucht vor Krieg oder Naturkatastrophen sein Leben riskieren müssen. Wir fordern sichere und legale Wege der Migration und verteidigen das Grundrecht auf Asyl.
- Menschen in Not müssen die humanitäre Hilfe erhalten, die sie dringend benötigen. Humanitäre Organisationen sind finanziell so auszustatten, dass sie den weltweiten Bedarfen gerecht werden können. Sie müssen ungehindert und ohne politische Einflussnahme ihre Arbeit leisten und Bedürftige versorgen können.
Das haben wir umgesetzt:
- Neue Schutzprogramme: Wir haben bestehende Schutzprogramme für Menschenrechtsverteidiger*innen ausgebaut und neue Schutzprogramme für sie geschaffen wie die Hannah-Arendt-Initiative für Journalist*innen.
- EU-Verordnung zum Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit: Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sicher sein, dass die Produkte, die sie kaufen, nicht mit Hilfe moderner Sklavenarbeit hergestellt sind. Die Verordnung ist genauso im Interesse der vielen verantwortungsvollen Unternehmen, die auf die Einhaltung von Menschenrechten achten.
- Stärkung des Völkerstrafrechts und Reform des Völkerstrafgesetzbuchs: Schwere Völkerrechtsverbrechen müssen verfolgt und geahndet werden können. Wir haben uns für die Stärkung der Betroffenenrechte in Völkerstrafverfahren, die Einführung eines eigenen Tatbestandes des Verschwindenlassens ins Strafgesetzbuch, die Schließung von nicht zeitgemäßen Strafbarkeitslücken sowie für die Erweiterung bei Umweltkriegsverbrechen auf nicht-internationale Konflikte eingesetzt. (Fachtext)
- Anerkennung des Völkermords an den Jesid*innen: Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Deutsche Bundestag den Genozid an den Jesid*innen anerkennt. (Fachtext)
Das haben wir noch vor:
- Humanitäre Hilfe: Wir setzen uns ein für eine vorausschauende, prinzipientreue humanitäre Hilfe, frei von politischer Einflussnahme und Instrumentalisierung, zu der die Bundesregierung einen fairen und nachvollziehbaren finanziellen Beitrag leistet.
- Wir verteidigen menschen- und völkerrechtliche Institutionen, wie den UN-Menschenrechtsrat, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und den Internationale Strafgerichtshof und kämpfen für deren Arbeitsfähigkeit und Integrität.
- Wir kämpfen für ein Aufenthaltsrecht für Jesid*innen.
- Wir fordern, dass die Umsetzung des EU-Lieferkettengesetzes in Deutschland nicht zu einem Abbau nationaler Schutzstandards führt. (Fachtext)
Weitere Texte und Dokumente zu diesem Thema:
Der Amnesty-Bericht ist ein Offenbarungseid für die internationale Rechtsordnung und ein Armutszeugnis für die deutsche Bundesregierung.
Die Einladung einer Taliban-Delegation nach Brüssel ist ein fataler Fehler.
Gewalt ist ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft. Jede einzelne Tat ist eine zu viel und jedes einzelne Opfer ist ein Auftrag an Politik und Gesellschaft, endlich entschlossener zu handeln.
Es ist absolut inakzeptabel, dass die Bundesregierung mehr als 250 afghanische Staatsangehörige aus deutschen Aufnahmeprogrammen in Pakistan im Stich lässt.
Die Konservativen im Europaparlament, darunter CDU/CSU, haben heute gemeinsam mit Rechtsextremen dem menschenrechtlichen Konsens Europas schweren Schaden zugefügt.