Ehrenamtliche retten den Beuerbacher See: Ayse Asar
Diesen Sommer stand der Beuerbacher See in Hessen kurz vor dem Kollaps. Erst setzte die Extremhitze dem See zu, dann luden Unbekannte im See Asbest-Müll ab, so dass ein Fischsterben bereits einsetzte.
Durch den schnellen Einsatz der Ehrenamtlichen vom örtlichen Angelverein konnte das Ökosystem gerettet werden – vorerst. Unsere Abgeordnete Ayşe Asar hat sich vor Ort ein Bild gemacht.
Wahlkreisbüro Ayse Asar
Wie wirken sich anhaltende Hitze und Klimawandel auf den Beuerbacher See und seine Umgebung aus? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung unserer grünen Bundestagsabgeordneten Ayşe Asar. Während ihrer Sommertour durch den Wahlkreis machte sie in Hünstetten Halt.
Ehrenamtliche retten ein Ökosystem
Ein reger Austausch ergab sich durch die aktuelle Krisenlage am Beuerbacher See. Der Vorstand des Angelvereins ASV Beuerbach 1975 e. V. berichtete über die Herausforderungen der vergangenen Wochen. Dazu gehörten 400 Kilogramm illegale Asbestablagerungen im See. Für die Beseitigung mussten 8.000 Kubikmeter Wasser abgelassen werden, das entspricht circa einem Drittel des Sees. Hinzu kam ein Temperaturanstieg des Sees auf 28 Grad aufgrund der langen Hitzeperiode, wodurch es zu einem Sauerstoffmangel im See kam. Die Folge: Fische erstickten. Dank eines Oberflächenbelüfters der Nachbargemeinde Hohenstein, den das ehrenamtliche Helferteam zum See brachte, wird das Wasser nun wieder mit Sauerstoff versorgt.
Nach Einschätzung des Vereins wird die Belüftung des Sees künftig zu einer dauerhaften Aufgabe werden, da aufgrund des Klimawandels häufiger mit hohen Temperaturen zu rechnen sei. Aktuell muss die Belüftung noch mit einem Notstromaggregat betrieben werden, eine langfristige und umweltschonende Lösung soll eine Photovoltaikanlage bieten. Dafür werden jedoch weitere finanzielle Mittel benötigt – für langfristige Lösungen für die auch künftig heißen Sommer.
Klimaanpassung vor Ort
Im zweiten Teil der Veranstaltung rückte die Umgebung des Sees in den Mittelpunkt. Naturparkführer Andreas Müller erläuterte Veränderungen, die dort durch gestiegene Temperaturen bereits zu beobachten sind. Im Wald seien deutliche Verfärbungen zu erkennen, gleichzeitig breiteten sich neue Tier- und Pflanzenarten aus.
Zum Abschluss nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen gemeinsamen Imbiss, um die verschiedenen Aspekte der Klimaanpassung in kleineren Gesprächsrunden weiter zu vertiefen. Ayşe Asar brachte dabei ihre Erfahrungen und Perspektiven aus der Bundes- und Landespolitik ein. Denn hier haben Ehrenamtliche vor Ort ein Ökosystem für einen Sommer gerettet. Damit Menschen und Natur künftigen Hitzesommern und Extremwetterereignissen gewappnet sind, braucht es jedoch langfristige Planung und mehr finanzielle Mittel für Klimaanpassungsmaßnahmen.
Fachtext “Anpassung an die Klimakrise: Wie wir Menschen und Natur besser schützen”