Traktor durchpflügt ein Feld

Agrar

Wir kämpfen für grüne Landwirtschaft und gutes Essen

  • Die industrielle Landwirtschaft vernichtet Artenvielfalt, schädigt Böden, verschmutzt das Wasser und treibt die Klimakrise voran. Massentierhaltung und Lebensmittelskandale bestimmen immer wieder die Schlagzeilen.
  • Wir Grüne im Bundestag stehen für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft. Diese Landwirtschaft behandelt Tiere respektvoll, schützt das Klima und die biologische Vielfalt, ermöglicht Bäuerinnen und Bauern ein auskömmliches Wirtschaften und bekämpft den Hunger in der Welt.
  • Mit zahlreichen Initiativen haben wir uns im Bundestag immer wieder eingesetzt für ein Ende der Massentierhaltung, gentechnikfreies Essen, eine pestizidarme Landwirtschaft, mehr Ökolandbau, regionale Vermarktung und klare Kennzeichnungen auf Lebensmitteln.

Wir kämpfen für eine Agrarwende. Landwirtschaft muss mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie.

Tierhaltung: Grüner statt größer werden

Wir Grüne im Bundestag wollen innerhalb der nächsten 20 Jahre aus der industriellen Massentierhaltung aussteigen. „Grüner statt größer werden“ ist unser Leitmotiv für die Tierhaltung der Zukunft. Wir wollen allen Tieren ein würdiges Leben ermöglichen. Eine solche Haltung wollen wir gezielt fördern und die gesetzlichen Regeln verbessern. Die Tiere brauchen mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung. Amputationen und Qualzucht wollen wir ein für alle Mal beenden.

Wir fordern:

Weitere Informationen auch unter Tierschutz.
 

Grüne Landwirtschaft: Mit der Natur statt gegen sie

Noch sind sich Landwirtschaft und Umweltschutz nicht grün. Die industrielle Landwirtschaft vernichtet Artenvielfalt, denn wildlebenden Tieren raubt sie Rückzugsräume und Lebensgrundlagen. Sie schädigt die Böden und verschmutzt das Wasser mit Gülle. Vor allem die industrielle Tierhaltung treibt die Klimakrise an. Aber es geht auch anders. Eine naturverträgliche Landwirtschaft kommt ohne all das aus, was die Klimabilanz nach oben treibt. Sie schafft es ohne Überdüngung, den Großeinsatz von Pestiziden oder massenhaften Import von Futtermitteln.

Wir fordern:

Pestizide: Für eine pestizidfreie Landwirtschaft

Über 100.000 Tonnen Pestizide werden jährlich in Deutschland verkauft. Auf deutschen Äckern werden 50 Prozent mehr Pestizide als 1995 eingesetzt. Seit 1970 hat sich die Giftmenge sogar mehr als verdoppelt, obwohl immer wirksamere und damit oft auch giftigere Wirkstoffe eingesetzt werden. Den Gewinnen der Hersteller stehen Gesundheitsgefahren für Menschen und ein massiver Verlust der Artenvielfalt gegenüber. Heute leben 50 Prozent weniger Vögel als noch vor 30 Jahren auf den landwirtschaftlichen Flächen Deutschlands. Pestizide gelten auch als wesentliche Ursache für das Sterben von Bestäubern wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen. Höchste Zeit für eine pestizidarme oder besser noch pestizidfreie Landwirtschaft.

Wir fordern:

Gentechnik: Risiko für Mensch und Umwelt

Gentech-Pflanzen sollen Pestizide einsparen, die Welternährung sichern und Bioenergien liefern. Doch weder steigen langfristig die Erträge, noch werden wirklich weniger Pestizide eingesetzt. Stattdessen schafft die Agro-Gentechnik Monokulturen auf dem Acker, Abhängigkeiten von großen Chemiekonzernen und Risiken für Mensch und Umwelt. Das ist auch bei der „neuen Gentechnik“ (Stichwort CRISPR/Cas) nicht anders, wo das Erbgut bei Pflanze und Tier zielgerichteter und unauffälliger als bisher verändert wird. Statt auf Gentechnik setzen wir auf eine Tier- und Pflanzenzucht, die genetische Vielfalt erhält und wertschätzt, die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen sicherstellt und die Risiken für Verbraucher und Umwelt minimiert.

Wir fordern:

  • Bundesweit geltende Anbauverbote für alle zugelassenen Gentech-Pflanzen.
  • Ablehnung der Zulassung von Gentech-Pflanzen und -Tieren auf EU-Ebene.
  • Keine Ausnahmen bei Zulassung und Kennzeichnung für „neue Gentechnik“.

Weitere Informationen auch unter Gentechnik.

Weltweit: Essen für alle

Weltweit hungern rund 795 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind dauerhaft mangelernährt. Paradoxerweise leben die meisten Hungernden im ländlichen Raum. Die Industrienationen, darunter auch Deutschland, überschwemmen mit billigen, subventionierten Lebensmitteln den Markt vieler Entwicklungsländer und ruinieren dort die lokalen Märkte. Für Bayer, Monsanto & Co. sind die Entwicklungsländer Wachstumsmärkte für Pflanzengifte und patentiertes Saatgut. Mit einer fairen Handelspolitik und einer bäuerlich-ökologischen Agrarpolitik könnten wir endlich Teil der Lösung werden – statt Teil des Problems zu sein.

Wir fordern:

Weitere Informationen auch unter Entwicklungszusammenarbeit.