Ein Korb mit Gemüse

Ernährung

Wir kämpfen für gutes Essen für alle

  • Die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion schreitet voran. Damit verschwinden nicht nur bäuerliche Betriebe, Metzgereien und Bäckereien, sondern allzu oft auch Vielfalt und natürlicher Geschmack. Übergewicht ist bei uns eines der größten Krankheitsrisiken für Kinder. Und wir leisten es uns, elf Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr wegzuwerfen.
  • Wir Grüne im Bundestag wollen eine Ernährungswende – für gutes Essen, mehr Nachhaltigkeit und konsequenten Verbraucherschutz.
  • Mit zahlreichen Initiativen setzen wir uns im Bundestag kontinuierlich für Vielfalt und Regionalität ein, für gesundes Essen ohne Gentechnik, Pestizid- und Antibiotikarückstände, für verständliche Kennzeichnungen auf Lebensmitteln und für gutes Essen in Kitas und Schulen.

Wir Grüne im Bundestag kämpfen für gutes Essen für alle.

Ernährung: Gutes Essen von Anfang an

1,9 Millionen Kinder bringen in Deutschland zu viele Kilos auf die Waage, 800.000 gelten als adipös. Ob zu viel oder zu wenig – bei jedem fünften Jugendlichen in Deutschland besteht der Verdacht auf Essstörungen. Es gilt deshalb früh gegenzusteuern, denn alle Kinder haben ein Anrecht auf Gesundheit und gute Ernährung. Wir wollen, dass alle Kinder in Kitas und Schulen leckeres und gesundes Essen bekommen. Sie sollen lernen, was ihnen gut tut. Ihre Unerfahrenheit darf nicht ausgenutzt werden, deshalbwollen wir sie vor aggressivem Marketing für ungesunde Lebensmittel schützen.

Wir fordern:

  • Verbindliche Qualitätsstandards für das Kita- und Schulessen.
  • Ausbau der Kita- und Schulvernetzungsstellen.
  • Verankerung von Ernährungsbildung in Kita und Schulunterricht.
  • Klare Regeln für Lebensmittelwerbung und keine an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel.

Lebensmittelkennzeichnung: Wissen, was drin ist

Verbraucherinnen und Verbraucher wollen im Supermarkt nicht Detektiv spielen. Wir wollen für die nötige Transparenz sorgen, um den Einkauf zu erleichtern. Zum Beispiel mit verständlichen, verlässlichen Informationen über Zutaten, Herkunft und Herstellung. Die Eierkennzeichnung hat es vorgemacht: Käfigeier sind aus den Supermarktregalen verbannt worden. Transparenz muss auch bei der Lebensmittelhygiene gelten. Wir wollen, dass die Verbraucher erfahren, wenn Missstände in Lebensmittelbetrieben herrschen.

Wir fordern:

Lebensmittelverschwendung verringern: Essen ist wertvoll

Bewusster Konsum und Verschwendung vertragen sich nicht. Doch von einem achtsamen Umgang mit Lebensmitteln sind wir noch weit entfernt. Das Ausmaß an Lebensmittelverschwendung zeigt, dass hier viel im Argen liegt: 313 Kilogramm genießbare Lebensmittel landen in Deutschland pro Sekunde in der Tonne – ob auf dem Feld, im Handel, in Kantinen oder beim Verbraucher. Wir wollen die Lebensmittelverschwendung halbieren – das sehen auch die UN-Nachhaltigkeitsziele vor. Da reichen die Öffentlichkeitskampagnen der Bundesregierung, die auf Verbraucheraufklärung und freiwillige Initiativen der Wirtschaft setzen, nicht aus.

Wir fordern: