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Der Ökolandbau schützt unsere Natur

  • Der Ökolandbau ist zukunftsweisend. Er setzt auf gesunde Böden, vielfältige Fruchtfolgen und geschlossene Nährstoffkreisläufe. Bio-Lebensmittel werden gänzlich ohne chemisch-synthetische Dünger und Pestizide produziert.
  • Durch den ökologischen Landbau sparen wir jedes Jahr pro Hektar bis zu 800 Euro an Umweltkosten. Kosten, die wir sonst als Gesellschaft zu trägen hätten. Flächenbezogen halbiert der Öko-Landbau zudem die Treibhausgas-Emissionen im Pflanzenbau.
  • Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, mit der Bio-Strategie den Ausbau des Ökolandbaus und das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) zu stärken und tut das Gegenteil. 

30 Prozent Bio bis 2030 – nicht erreichbar ohne finanzielle Mittel 

Im November 2023 hatte der damalige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir die Bio-Strategie 2030 veröffentlicht. Das ambitionierte Ziel: 30 Prozent ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bis 2030. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hält zwar an dem 30 Prozent-Ziel fest, tut aber nichts dafür. Ganz im Gegenteil. Er streicht die Mittel für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) zusammen, das nun auch nicht mehr über einen eigenen Haushaltstitel verfügt. Dabei wollte die Koalition das BÖL stärken, so steht es zumindest im Koalitionsvertrag. 

Entscheidender ist jedoch, dass bislang im EU-Agrarbudget für die Förderperiode nach 2028 kein verpflichtendes Budget für Umweltleistungen vorgesehen ist. Auch der Europäische Rechnungshof warnt in seiner Stellungnahme vom 9. Februar 2026, dass die größere Flexibilität, die den EU-Ländern eingeräumt werde, nicht die Ziele der GAP wie ein gerechtes Einkommen für die Landwirte, Umwelt- und Klimaschutz gefährden dürfe. Wir Grüne im Bundestag fordern: „öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen“. Nur wer etwas für Umwelt, Klima oder Tierschutz leistet, soll auch EU-Geld bekommen.

Ökolandbau schützt Klima und Natur 

Der Ökolandbau bringt klare Vorteile für Umwelt und Klima. Weil keine chemisch-synthetischen Düngemittel und Pestizide eingesetzt werden, bleiben Böden fruchtbarer und das Grundwasser sauberer. Gleichzeitig fördert der ökologische Anbau die Artenvielfalt – mehr Insekten, Pflanzen und Bodenlebewesen finden hier einen Lebensraum. Auch fürs Klima ist das ein Plus: Weniger energieintensive Dünger bedeuten weniger Treibhausgase, und gesunde Böden können mehr CO₂ speichern. So leistet der Ökolandbau einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Es ist ein Landwirtschafts- und Ernährungssystem, das resilient gegen unvorhersehbare und sich verändernde Umwelt- und auch Marktbedingungen ist – und damit besonders geeignet, unsere Ernährung auch in Zukunft zu sichern.

Je mehr Betriebe schnell ihren Betrieb auf ökologischen Landbau umstellen und je größer die ökologische Anbaufläche ist, umso mehr Umweltkosten spart die Gesellschaft. Die Studie von Prof. Dr. Hülsbergen „Umwelt- und Klimawirkungen des ökologischen Landbaus“ aus dem Jahr 2023 beziffert die möglichen Kosteneinsparungen durch den ökologischen Landbau auf bis zu 800 Euro pro Hektar. Bei einer Anbaufläche des ökologischen Landbaus von 1,8 Millionen Hektar entspräche das Kosteneinsparungen von 1,5 Milliarden Euro, bei 30 Prozent Flächenanteil Kosteneinsparungen von 4 Milliarden Euro in Deutschland. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche beträgt 2025 1,93 Millionen Hektar. Der Bio-Anteil an der gesamten Agrarfläche erreicht damit aktuell 11,7 Prozent; jeder siebte Hof in Deutschland wirtschaftet bereits ökologisch.

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