Veröffentlicht am

Rechtsextreme an der Macht? Justiz und Rechtsstaat sichern

  • In Sachsen-Anhalt droht eine AfD-Landesregierung und damit ein Angriff auf die Grundfesten unseres Rechtsstaats: Die Übernahme der Kontrolle über die Landesjustiz. Die Erfahrungen aus Polen und Ungarn zeigen, wie systematisch ein solcher autoritärer Zugriff funktioniert und welche Folgen er hat.
  • Im Autor*innenpapier „Unabhängige Justiz jetzt absichern“ zeigen Dr. Lena Gumnior, Helge Limburg, Dr. Till Steffen und Dr. Konstantin von Notz auf, wie wir den Rechtsstaat wirksam schützen können.
  • Die zentrale Forderung: Auf Bundesebene müssen alle rechtlichen Hebel genutzt werden, um einen Zugriff rechtsextremer Kräfte auf Gerichte und Staatsanwaltschaften dauerhaft zu verhindern.

Die AfD ist in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft. Das Risiko ist real: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik könnte ein Rechtsextremist eine Landesregierung führen. Damit würde die AfD auch über die Landesjustiz bestimmen. 

Wir haben an den Beispielen Polen und Ungarn gesehen, wie autoritäre Regierungen vorgehen: Eines der ersten Hauptangriffsziele ist die unabhängige Justiz im Rechtsstaat. In Sachsen-Anhalt sind die strukturellen Hürden gegen einen solchen Zugriff erschreckend niedrig. Es gibt keinen Richter*innenwahlausschuss, und die Exekutive entscheidet maßgeblich über Einstellungen und Beförderungen. Ein Justizminister der AfD wäre zudem der oberste Dienstherr der Staatsanwaltschaften und könnte im Einzelfall politische Weisungen erteilen – etwa um Ermittlungen gegen politische Gegner zu forcieren oder Parteifreunde zu schützen.

Da die AfD im Landtag jede Änderung der Landesverfassung blockieren kann, ist das Land selbst kaum noch in der Lage, seine Justiz wirksam abzusichern. 

Genau hier muss der Bund einspringen. Die Statusrechte der Richter*innen sind Bundesrecht. Der Bund hat die nötigen Hebel in der Hand. Wir fordern deshalb eine strategische Anpassung der einschlägigen Bundesgesetze. Unsere Vorschläge verhindern, dass die Justiz zum Instrument einer rechtsextremen Regierung wird. 

Konkret fordern wir unter anderem, die politische Einflussnahme von Justizminister*innen auf die Staatsanwaltschaften stark zu begrenzen, sowie eine Auffangzuständigkeit des Generalbundesanwalts, falls Ermittlungen aus politischen Gründen blockiert werden. So bewahren wir die Unabhängigkeit unserer Gerichte für alle Bürger*innen.

Autor*innenpapier & Gesetzentwurf

Unabhängige Justiz jetzt absichern (PDF)

Weitere Texte und Dokumente zum Thema

Unabhängige Justiz jetzt absichern

Wie kann einem rechtsextremen Zugriff auf die unabhängige Justiz entgegengewirkt werden? Im Autor*innenpapier „Unabhängige Justiz jetzt absichern“ zeigen wir, wie wir den Rechtsstaat wirksam schützen können.

Autor*innenpapier
Autor*innenpapier herunterladen: Unabhängige Justiz jetzt absichern
Internationalen Strafgerichtshof schützen, Völkerrecht verteidigen

Die USA sanktionieren den Internationalen Strafgerichtshof. Das ist ein beispielloser Angriff auf die völkerrechtliche Ordnung. Wir fordern in unserem Antrag die Aufhebung der Maßnahmen und einen entschlossenen Schutz des Völkerstrafrechts.

Fachtext
Fachtext: Internationalen Strafgerichtshof schützen, Völkerrecht verteidigen
Rechtsextreme an der Macht? Justiz und Rechtsstaat sichern

Wie kann einem rechtsextremen Zugriff auf die unabhängige Justiz entgegengewirkt werden? Im Autor*innenpapier „Unabhängige Justiz jetzt absichern“ zeigen wir, wie wir den Rechtsstaat wirksam schützen können.

Fachtext
Fachtext: Rechtsextreme an der Macht? Justiz und Rechtsstaat sichern
Chaos vermeiden, Chancen für geflüchtete Ukrainer*innen bieten

Geflüchtete Ukrainer*innen sollen kein Bürgergeld mehr bekommen, sondern ins Asylbewerberleistungsgesetz wechseln. Das ist nicht nur schlecht für Betroffene, sondern es bedeutet auch: mehr Bürokratie, höhere Kosten und schlechtere Chancen auf Arbeit.

Fachtext
Fachtext: Chaos vermeiden, Chancen für geflüchtete Ukrainer*innen bieten
Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!

Es braucht eine Offensive gegen Queerfeindlichkeit. Das fordert die grüne Fraktionsspitze als Konsequenz aus dem Anschlag auf den Berliner CSD. Denn Freiheit heißt Sichtbarkeit und Sicherheit!

Fachtext
Fachtext: Queeres Leben nachhaltig stärken und schützen!
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

Für einen Staat, der Auskunft gibt.

Thema Informationsfreiheitsgesetz: Wir wollen mehr Transparenz statt weniger.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Für einen Staat, der Auskunft gibt.

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Verbraucherschutz im Fokus

Wir wollen klare Standards für Lebensmittel, Kleidung und Geräte des Alltags.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Verbraucherschutz im Fokus