Ernährung und Landwirtschaft

  • Schluss mit unfairen Lebensmittelpreisen, ungesundem Essen für Kinder, dem dramatischen Verlust von biologischer Vielfalt und Tierleid in den Ställen.
  • Wir Grüne im Bundestag setzen uns für eine echte Agrar- und Ernährungswende ein. Wir wollen faire Lebensmittelpreise, gutes Essen für alle, tiergerecht gehaltene Tiere, eine Landwirtschaft, die unsere Erde gesund hält und die Bäuerinnen und Bauern fair bezahlt.
  • Wir zeigen Haltung und stemmen uns gegen den ökologischen Kahlschlag in Brüssel und Berlin. Um eine gesunde Ernährung langfristig zu sichern, schützen wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen, fördern gesunde Ernährungsumgebungen und setzen uns für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ein.

Darum machen wir das:

Wir Grüne im Bundestag kämpfen für gutes Essen und eine gesunde Zukunft. Die Industrialisierung der Lebensmittelproduktion schadet Umwelt, Klima und unserer Gesundheit. Pestizide, Antibiotika, zu viel Zucker und Salz gehören nicht in unser Essen. 

Wir fordern eine Ernährungswende für gesundes, nachhaltiges und bezahlbares Essen für alle. Wir setzen uns für regionale, gentechnikfreie und ökologische Lebensmittel ein. 

Kinder sollen in Kitas und Schulen gesundes Essen bekommen und vor ungesunder Werbung geschützt werden. Wir fordern klare Kennzeichnungen, wie Tiere gehalten wurden und welche Qualität das Essen hat. Wir wollen, dass Supermärkte abgelaufene Lebensmittel spenden und Menschen, die Essen retten, nicht bestraft werden.

Wir fördern eine tiergerechte Tierhaltung sowie eine vielfältige Landwirtschaft und Landschaften mit Bäumen, Hecken und Blühstreifen und ohne Pestizide und Überdüngung. Bäuerinnen und Bauern sollen von ihrer Arbeit leben können und fair entlohnt werden. Wenn sie umwelt- und klimafreundlich arbeiten, sollen sie eine einkommenswirksame Unterstützung erhalten. Bis 2030 sollen 30 Prozent Ökolandbau erreicht werden. 

Unser Ziel ist eine wirtschaftlich tragfähige Landwirtschaft, die Klima-, Umwelt- und Tierschutz mit Verbraucherschutz und Ernährungssicherung vereint. 

Das haben wir umgesetzt:

  • Gesundes Essen für alle: Wir haben die erste Ernährungsstrategie für Deutschland auf den Weg gebracht. (Fachtext) Sieben Regionen erhalten eine Förderung als Modellregionen für die Ernährungswende vor Ort. Wir stellen uns hinter die Empfehlungen des 1. Bürgerrats des Bundestages „Ernährung im Wandel". (Fachtext) Wir haben ein Kompetenzzentrum eingerichtet für Proteine der Zukunft. Wir treiben die Verarbeitung von pflanzlichen Eiweißen voran und erleichtern tierhaltenden Betrieben mit dem Chancenprogramm für Höfe die Umstellung.
  • Weniger Tiere besser halten: Wir haben das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (Frischfleisch, Mastschweine) verabschiedet und ein Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung mit über einer Milliarde Euro gestartet. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer verhindert aber das in Kraft treten des Gesetzes und lässt die Bundesprogramm vorzeitig auslaufen. (Fachtext)
  • Ökoregelungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausweiten: Wir hatten das Budget für Öko-Regelungen für die Jahre 2026 und 2027 aufgestockt, um die Weidehaltung in milchviehhaltenden Betrieben („Weideprämie“) zu fördern und die Artenvielfalt zu fördern („Biotopverbund“). Die Umsetzung hat Landwirtschaftsminister Rainer verschoben.
  • Erhalten, was uns erhält: Mit dem Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ haben Waldbesitzer*innen direkt beim Erhalt und klimafesten Umbau der Wälder unterstützt. Die so wichtige Reform des Waldgesetzes wurde von der FDP in der letzten Legislatur verhindert. Erstmals sollten Ökosystemleistungen verankert werden, der Kahlschlag begrenzt, die Naturverjüngung gefördert, der Waldboden geschützt und das Monitoring verbessert werden. (Fachtext)
  • Grundwasser und Boden schützen: Das von der Ampel verabschiedete Düngegesetz wäre ein wichtiger Schritt zu sauberem Wasser und zu mehr Planungssicherheit für die Landwirtschaft gewesen. Die CDU/CSU hatte aber die Verhandlungen im Vermittlungsausschuss zum Düngegesetz am 15. Januar 2025 platzen lassen – unverantwortlich für Landwirtschaft, Verbraucher*innen und Umwelt. (Fachtext).

Das wollen wir anpacken: 

  • Pestizide reduzieren: Wir wollen Pestizide, die zu Ewigkeitsgiften zerfallen, vom Markt nehmen, um unser Trinkwasser zu schützen. Um die Ökologisierung der Landwirtschaft voranzutreiben, verzichten wir auf Totalherbizide, führen eine Pestizidabgabe ein und reduzieren deutlich den Einsatz von Pestiziden. (Fachtext)
  • Faire Lebensmittelpreise erreichen: Wir wollen Ernährungsarmut bekämpfen, die Preistreiberei im Lebensmittelhandel stoppen und faire Verhältnisse am Markt schaffen. Die erdrückende Marktmacht von Supermarktketten, Schlacht- und Lebensmittelkonzernen wollen wir begrenzen. Bäuerinnen und Bauern sollen von ihrer Arbeit leben können und faire Preise erhalten. (Einfach erklärt)
  • Tiere schützen: Eine umfassende Reform des Tierschutzgesetzes bleibt unser Ziel. Wir kämpfen gegen Qualzucht, gehen gegen illegalen Tierhandel vor und beenden die Anbindehaltung von Tieren.
  • Wissen, was drin ist: Bei der Tierhaltungskennzeichnung ist unser Ziel, dass überall, wo Fleisch verkauft wird, es auch gekennzeichnet wird. Wir wollen eine Ausweitung auf Rinder und Geflügel sowie eine verpflichtende Kennzeichnung in Restaurants und Kantinen. (Einfach erklärt)
  • Gesunde Ernährung fördern: Wir setzen uns dafür ein, in der nationalen Reduktionsstrategie verpflichtende Reduktionsziele für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten festzulegen. Wir halten die Empfehlungen des Bürgerrats „Ernährung im Wandel" im Bundestag hoch und treiben ihre Umsetzung voran. Wir wollen unsere Kinder vor Werbung mit ungesunden Lebensmitteln mit sehr viel Zucker, Fett oder Salz schützen.
  • Umweltleistungen fair honorieren: Unser Ziel ist, landwirtschaftliche Betriebe fit für die Zukunft zu machen. Die Zahlungen sollen nicht nach der Hektarfläche, sondern zielgerichtet für öffentliche Leistungen bei Klima, Umwelt, Natur und Tierschutz erfolgen. Damit sichern wir die Ernährung und ermöglichen Landwirt*innen, so Einkommen zu erwirtschaften. (Fraktionsbeschluss).
  • Wasserspeicher in der Landschaft auffüllen: Wir fördern mit naturnaher Waldbewirtschaftung und agrarökologischen Ansätzen die Wasserhaltefähigkeit von Böden. Dazu zählen vielfältige Fruchtfolgen, Agroforstsysteme, Hecken und vielfältige Landschaften im Sinne einer Flurbereicherung. Indem entwässerte Moorböden wieder nass bewirtschaftet werden, wird der Wasserhaushalt in der Umgebung reguliert. 

Weitere Texte und Dokumente zu diesem Thema:

Gemeinsame Agrarpolitik: Ein schwarzer Tag für die Umwelt

Die EU-Kommission hat am 16. Juli 2025 ihre Pläne für die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2028 vorgestellt. Das Ergebnis ist ein katastrophaler Rückschritt für die Umwelt und die EU.

Fachtext
Fachtext: Gemeinsame Agrarpolitik: Ein schwarzer Tag für die Umwelt
Wir gestalten Landwirtschaft und Ernährung zukunftsfähig

Die Bundesregierung baut Standards ab, streicht Förderungen und verweigert Transparenz. Aber es geht auch anders: Unser Antrag legt konkrete Maßnahmen für gute Lebensmittel, faire Preise und eine nachhaltige Landwirtschaft vor.

Fachtext
Fachtext: Wir gestalten Landwirtschaft und Ernährung zukunftsfähig
Warum die Wolfsjagd keine Antwort ist

Populistische Wolfsjagd statt echter Lösungen verschärft die Probleme – wirksamer Herdenschutz mit verlässlicher Förderung ist der einzige Weg, Weidetierhaltung dauerhaft zu sichern.

Fachtext
Fachtext: Warum die Wolfsjagd keine Antwort ist
Einsatz von Pestiziden wirksam reduzieren

Der globale Pestizideinsatz nimmt Jahr zu, mit dramatischen Folgen für Mensch und Natur. Auch in Deutschland ist eine wirksame Reduktionsstrategie überfällig.

Fachtext
Fachtext: Einsatz von Pestiziden wirksam reduzieren
Kein Export von gesundheitsschädlichen Pestiziden

Deutsche Konzerne exportieren immer noch hochgiftige Pestizide, die in der EU verboten sind. Es ist höchste Zeit, den Export von gesundheitsschädlichen Pestiziden zu beenden.

Fachtext
Fachtext: Kein Export von gesundheitsschädlichen Pestiziden
Es wurden keine Treffer gefunden.

Wofür wir noch stehen

Ein Mädchen sitzt in einem Zug und schaut während der Fahrt lächelnd aus dem Fenster.

Mobilität

Unser Ziel ist eine umweltfreundliche und bezahlbare Mobilität in Stadt und Land.

Informier dich über

Mehr dazu: Mobilität
Zwei Demonstrierende stehen vor dem Reichstagsgebäude, sie stehen mit dem Rücken zur Kamera, eine der Personen trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Save the climate".

Petitionen

Wir Grüne im Bundestag wollen mehr Sichtbarkeit und Wirksamkeit der Bürger*innenanliegen. Darum stärken wir das Petitionsrecht.

Informier dich über

Mehr dazu: Petitionen
Ein Schweißer in einer industriellen Fertigungshalle, er trägt eine Schutzmaske bei der Arbeit.

Wirtschaft

Für eine zukunftsfähige Wirtschaft im Einklang mit Klimaschutz, fairen Chancen und Innovationen.

Informier dich über

Mehr dazu: Wirtschaft