Sauberes Wasser für alle!
Sauberes Wasser ist heute nicht mehr selbstverständlich. Denn die Klimakrise und manche Stoffe, die ins Wasser gelangen sind eine echte Herausforderung. Für Klärwerke und auch für die Natur, die uns eigentlich viel Arbeit beim Wasserreinigen abnimmt. Die Bundesregierung unternimmt aktuell nicht genug gegen die Verschmutzung und schützt uns nicht vor hohen Wasserpreisen.
Für uns ist klar: Sauberes Wasser darf kein Luxus sein. Deswegen setzen wir Grüne im Bundestag seit Mai einen Schwerpunkt auf dieses Thema: Damit Wasser für alle sauber und bezahlbar bleibt und ausreichend zur Verfügung steht. Aktuell stehen die Ewigkeitschemikalien PFAS im Fokus.
Unsplash/Hollie Santos
Wasser: Was bisher geschah
Unser Sommerthema Wasser nimmt Fahrt auf: Die PFAS-Ewigkeitschemikalien wie TFA werden in der Presse diskutiert und sickern langsam in den Wortgebrauch außerhalb der Berlin-Bubble ein. Während Schleswig-Holstein schon Fakten bei der Regulierung von Pflanzenschutzmitteln schafft, hat das Europäische Parlament am 18. Juni dafür gestimmt, die EU-Kommunalabwasserrichtlinie auszubremsen. Die CDU/CSU machte dabei nicht nur gemeinsame Sache mit Rechtsaußen, sondern fällt damit auch den eigenen Bürgermeister*innen in den Rücken. Denn für die Zeche dieses Lobbygeschenks zahlen am Ende Städte, Gemeinden und wir Bürger*innen. Unseren Plan für sauberes Wasser lest ihr hier.
In Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg merken derweil nicht nur Grüne, dass der Grundwassermangel ein Problem für alle wird. Liegt es an unserer Mitmach-Seite oder am Zeitgeist? Wir bereiten jedenfalls nun die Schwerpunkte Hitze und Trockenheit sowie Meeres- und Gewässerschutz vor und freuen uns auf die nächste Welle, ob in der Berichterstattung oder in Badegewässern.
Linkliste zu PFAS und sauberem Wasser:
- Britta Haßelmann warnt auf t-online vor Lobbydruck gegen die EU-Richtlinie
- Die heute-show thematisierte Wasserknappheit in Brandenburg
- Reschke-Fernsehen hat eine ganze Folge dem Grundwasser-Stress in Deutschland gewidmet
- Unser Antrag zu einem Verbot von Ewigkeitschemikalien wurde im TS Background aufgegriffen.
Umfrage zum Thema Wasser
Wir als Grüne Bundestagsfraktion haben viele Fachinformationen zusammengestellt - und stellen euch hier ca. monatlich neue Fragen. Im Mai ging es um eure Wasser-Sorgen. Eure Antworten zeigen: Mit 78 Prozent sorgten sich die meisten Teilnehmenden um die Knappheit des blauen Golds, und 48 Prozent um Verschmutzung. Für 31 Prozent sind Kosten das größte Problem. Nur 2% haben zu diesem wichtigen Thema keine Meinung – gut so!
Im Juni starten wir mit einer guten Nachricht: Die deutschen Badegewässer haben in einer Untersuchung der Europäischen Energieagentur großteils Bestnoten erzielt. Gerade unter dem aktuellen Hitzedom brauchen wir alle dringend Abkühlung. Daher fragen wir uns und euch: Was ist euer Lieblings-Badegewässer? Schreib es uns!
Wasser-Umfrage Juni: Wo badest du am liebsten?
Wasser-Umfrage Mai: Die größten Sorgen sind Knappheit & Verschmutzung
| Knappheit (78%) | Verschmutzung (48%) | Kosten (31%) | keine Meinung (2%) |
|---|---|---|---|
| 74 | 46 | 29 | 2 |
Die Grafik zum Thema: Verschmutzung durch PFAS
Grüne Bundestagsfraktion
Unser Wasser-Schwerpunkt auf Social Media
Was wir Grüne im Parlament erreichen wollen
Sauberes Wasser steht unter Druck. Sauberes Wasser war nie einfach da. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Wasserqualität in Deutschland und Europa verbessert. Doch genau diese Erfolge stehen jetzt auf dem Spiel. Weil seit etlichen Jahren neue Schadstoffe wie PFAS und Mikroplastik Wasser verschmutzen, und die Union zusammen mit der SPD national und europäisch den Schutz unseres Wassers schwächen will. Dabei ist die Verschmutzung durch PFAS, Nitrat, Chemikalien, Medikamentenrückstände und Mikroplastik nicht nur schlecht für unsere Gesundheit und für die Natur - diese Belastung Verschmutzung erzeugt Mehraufwand bei Klärwerken, um Wasser sauber zu halten und treibt damit die Kosten für die Reinigung in die Höhe. Aber viele Initiativen oder Tüftler*innen versuchen, Verschmutzung oder die Gründe für Verschmutzung zu reduzieren, von schmutzigen auf saubere Produktionsprozesse oder biologisch abbaubare Alternativen umzustellen oder für politische Regeln zu kämpfen, die der Verschmutzung und steigenden Kosten einen Riegel vorschieben. Je mehr Verschmutzung wir verhindern, desto weniger muss teuer gesäubert werden.
Daher setzen wir uns im Parlament dafür ein, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um Wasser zu schützen und die Natur zu bewahren. Im Großen kann die Politik fördern, dass Ausflugsschiffe mit einem Rußpartikelfilter umgerüstet werden, dass Trinkwasser sauber und bezahlbar bleibt und der See oder Fluss in eurer Heimat geschützt wird. Denn Wasser ist lebenswichtig - für uns Menschen und alle Lebewesen!
Aktuelle Anträge und Texte
Genügend gesundes Wasser – heute und morgen
Organklage: Für die Rechte des Parlaments und sauberes Wasser