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Veteranentag: Ein Tag des Respekts und der Begegnung

  • Rund um den 15. Juni würdigen wir den für eine wehrhafte Demokratie wichtigen Dienst, den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in den letzten Jahren im In- und Ausland geleistet haben.
  • Wir Grüne im Bundestag setzen auf eine neue demokratische Kultur der Anerkennung, die sich aus der Mitte unserer Gesellschaft gegen politische Vereinnahmung und Abwertung von Veteraninnen und Veteranen wendet.
  • Mit symbolischer Unterstützung ist es aber nicht getan. Der Tag mahnt, nicht  jene zu vergessen, die noch heute  an den Folgen eines Einsatzes leiden. Sie verdienen langfristige Hilfen. 

Mit einem großen Bürger*innenfest im Berliner Parlamentsviertel wurde in Deutschland am 21. Juni 2026 zum zweiten Mal der nationale Veteranentag begangen. Der Tag geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zurück, den der Bundestag am 25. April 2024 mit großer Mehrheit verabschiedet hat

Für uns Grüne im Bundestag war dabei von Anfang an klar: Es soll ein Tag der Begegnung und des Dialogs sein, der aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus auf die Bedeutung der Leistungen von Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr für Frieden, Freiheit und Demokratie aufmerksam macht und dabei auch nicht verkennt, was der Preis für ein Leben in Recht und Freiheit im Äußersten sein kann. Wir sind fest überzeugt, dass das auch die richtige Antwort auf Versuche gegen politische Vereinnahmung oder Verleumdung ist.  

Zeichen des Respekts und der Anerkennung 

Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr sind in unserer Gesellschaft oft unsichtbar. Der Veteranentag am 15. Juni macht deutlich: Wer mit Mandat des Bundestages in Einsätze, ob nach Afghanistan, Mali oder Litauen geschickt wurde beziehungsweise wird und für unsere Sicherheit große familiäre Belastungen und große Risiken für Leib und Leben trägt, der verdient dafür unseren Respekt und unsere Wertschätzung – und auch eine angemessene Unterstützung, wenn sie danach nötig sein sollte.

Das ist heute angesichts der Bedrohungen durch den brutalen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wieder stärker im Bewusstsein vieler Menschen in unserer Gesellschaft gerückt. Der Tag der Veteraninnen und Veteranen ist daher auch ein Tag, der uns daran erinnert, dass Sicherheit und Frieden in Deutschland und Europa keine Selbstverständlichkeit sind und unsere demokratische Gesellschaft heute mehr denn je wehrhaft sein muss, um Unrecht abwehren und unsere eigene Freiheit verteidigen zu können.

Es geht um die Menschen, die für unsere Werte und Interessen den Kopf hinhalten

Wir stehen zu unserer parlamentarischen Verantwortung gegenüber Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die den Grundsätzen der Inneren Führung verpflichtet und als Staatsbürger in Uniform an die Werte unserer Verfassung und die Menschenwürde gebunden sind. Diese Verpflichtung ist keine Einbahnstraße. Es ist uns wichtig, dass beim Veteranentag auch all jene mit ihren Sorgen und Nöten zu Wort kommen, die in den Einsätzen schwere körperliche oder seelische Verwundungen davongetragen haben und die oftmals auch noch lange danach an den Folgen leiden. Dazu gehören ausdrücklich auch deren Familien, die direkt davon betroffen sind. Sie verdienen bestmögliche Unterstützung. 

Bedürfnisse von Traumatisierten und Verwundeten endlich Ernst nehmen

In den vergangenen Jahren haben wir mit Blick auf die Versorgung von Einsatzverwundeten der Bundeswehr wichtige und überfällige Fortschritte gemacht. Die psychosoziale Versorgung, die Einsatzentschädigung und Weiterverwendung oder auch die Hilfen für Familien wurden ausgebaut. Wir warten aber noch immer auf konkrete Vorschläge insbesondere bei der traumasensiblen Beschleunigung der Verfahren für schwerbelastete Einsatzveteranen sowie bei der  besseren Versorgung von belasteten Zeitsoldaten sowie Reservisten und deren Familien. Sie fallen viel zu oft noch immer durch das Raster. Wie im Beschluss des Bundestages gefordert, muss die schwarz-rote Regierung das endlich umsetzen.  

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