Veröffentlicht am

Leicht bessere Arbeitsbedingungen für Lastkraftfahrer*innen

  • Die Arbeitsbedingungen und Entlohnungen für Lastwagenfahrer*innen bei grenzüberschreitenden Warenverkehr sind oft miserabel. Europäische Richtlinien machen Vorgaben für mehr Ordnung in diesem Feld, lassen aber auch viele Möglichkeiten für Ausnahmen.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die Waren auf Deutschlands Straßen transportieren, ordentlich entlohnt und abgesichert werden. Von diesem Ziel sind wir noch weit entfernt.
  • In einem ersten Schritt hat die Ampelkoalition die Straßenverkehrs- und die Durchsetzungs-Richtlinie Entsendung in nationales Recht umgesetzt und ist damit ihren Europäischen Verpflichtungen nachgekommen.

Unsere Lebensqualität und unser Wohlstand beruhen nicht zuletzt auf dem täglichen Transport von Gütern quer durch Europa und die Welt. Sichergestellt wird dieser von vielen tausenden Lastkraftfahrer*innen. Diese stammen oft aus dem EU-Ausland und fahren oft zu miserablen Arbeitsbedingungen tage- und monatelang, schlafen in ihren Fahrzeugen und verdienen häufig einen Hungerlohn.

Die Ampel hat zwei EU-Richtlinien in nationales Recht umgesetzt, die die Situation der Kraftfahrer*innen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Behörden ein wenig verbessern.

Noch liegt vieles im Argen

Allerdings kann die Umsetzung nur so gut sein, wie die Ihr zugrundeliegende Straßenverkehrsrichtlinie. Und an der gibt es einiges zu kritisieren. Insbesondere die zahlreichen Ausnahmen von den Mindestarbeitsbedingungen wie dem Mindestlohn bei grenzüberschreitenden Fahrten sind unsozial und in der Praxis kaum zu kontrollieren. In der Anhörung zum Gesetzentwurf hatten wir mit Edwin Atema als Verhandlungsführer beim LKW-Fahrerstreik in Gräfenhausen einen authentischen Sachverständigen, der deutlich machen konnte, wie viel in dieser Branche im Argen liegt.

EU-Richtlinie nachverhandeln

Wir setzen uns deshalb weiterhin für eine strikte Auslegung des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ ein, und zwar ohne Ausnahmen. Mindestarbeitsbedingungen müssen eingehalten und kontrollierbar werden. Wir sind vor diesem Hintergrund überzeugt, dass die EU-Richtlinie nachverhandelt werden muss, damit sich die Zustände auf den europäischen Straßen und Raststätten besser werden.

Die Europäische Union muss sich als wirklich soziales Europa verstehen. Bei der Straßenverkehrsrichtlinie wurde diese Chance definitiv verpasst.

Weitere Meldungen zum Thema

Auftaktstatement: Britta Haßelmann und Katharina Dröge zum Auftakt der Fraktionsklausur der Grünen Bundestagsfraktion

Wir sind das zweite Mal hier in Leipzig. Wir freuen uns, hier zu tagen, und unterstreichen damit, dass uns die Unterstützung der ostdeutschen Landesverbände sehr wichtig ist und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Ostdeutschland.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Auftaktstatement: Britta Haßelmann und Katharina Dröge zum Auftakt der Fraktionsklausur der Grünen Bundestagsfraktion
Gesund länger arbeiten und soziale Absicherung stärken

In der Rentendebatte wird oft pauschal eine Anhebung des Renteneintrittsalters gefordert. Wir wollen stattdessen, dass Menschen gesund im Erwerbsleben bleiben und freiwillig länger arbeiten können.

Fachtext
Fachtext: Gesund länger arbeiten und soziale Absicherung stärken
Bundesteilhabegesetz: Echte Teilhabe statt Rollback

Das Bundesteilhabegesetz wird in den letzten Wochen und Monaten von konservativen Politiker*innen immer heftiger als zu teuer bekämpft. Die Grüne Fraktion kämpft dagegen konsequent für die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Fachtext
Fachtext: Bundesteilhabegesetz: Echte Teilhabe statt Rollback
Dienstag-Statement: Britta Haßelmann zu den Themen Rente, Reformvorschläge, Streichung von Eingliederungsleistungen sowie Energievorsorge

Der Kanzler hat gestern bei einer Veranstaltung des Bankenverbandes gesagt, dass die Rente in Zukunft allenfalls nur noch eine Basissicherung sein werde und nicht mehr den Lebensstandard sichert.

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Dienstag-Statement: Britta Haßelmann zu den Themen Rente, Reformvorschläge, Streichung von Eingliederungsleistungen sowie Energievorsorge
Dienstag-Statement: Katharina Dröge zu den Themen Ukraine, Wahlen in Ungarn, Koalitionsausschusses und nötige Entlastungen, Reform der sozialen Sicherungssysteme.

Anlässlich der heutigen Fraktionssitzung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen finden Sie nachfolgend Statements der Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge zu den Themen Ukraine, Wahlen in Ungarn, Koalitionsausschusses und nötige Entlastungen

Pressemitteilung
Pressemitteilung: Dienstag-Statement: Katharina Dröge zu den Themen Ukraine, Wahlen in Ungarn, Koalitionsausschusses und nötige Entlastungen, Reform der sozialen Sicherungssysteme.
Es wurden keine Treffer gefunden.

Unsere Publikationen

6 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set

Grüne Grüße aus dem Bundestag

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set
Blick auf den grün eingefärbten Besucherbereich innerhalb der Reichstagskuppel

Was uns verbindet

Die Zeitung "Extra Grün" bringt soziale Wärme zum Jahresende.

Zeitschrift
Zur Publikation: Was uns verbindet

Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag

Hier lernen Sie uns und unsere Arbeit kennen.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Die grüne Fraktion im 21. Deutschen Bundestag