Rückblick: Unser Wasser-Schwerpunkt im Sommer 2026

Für uns ist klar: Sauberes Wasser darf kein Luxus sein.

Deswegen haben wir Grüne im Bundestag in diesem Sommer einen besonderen Fokus auf sauberes Wasser gelegt - vom sauberen und bezahlbaren Trinkwasser aus dem Wasserhahn über den Schutz von Nord- und Ostsee oder der Frage, wie ein gerechter Umgang mit unserem Grundwasser aussehen kann – besonders wenn Deutschland immer heißer und trockener wird.  

Eine Zwischenbilanz: Hitze, Dürre und neue Pegeltiefststände

Unsere Abgeordneten waren vor Ort bei Klärwerken, Bürgerinitiativen, oder in ausgetrockneten Flussbetten. Wir haben Anträge zum besseren Wasserschutz in den Bundestag eingebracht, Fachgespräche und Webinare organisiert und gezeigt, was man beispielsweise mit Abpflastern auch vor Ort tun kann.

Mit unserer Pressearbeit und Social Media haben wir darüber aufgeklärt, wie stark sauberes Wasser in Deutschland unter Druck steht und mit eigenen Vorschlägen Druck auf die Bundesregierung gemacht. In der letzten Legislatur waren es Grüne in der Bundesregierung, die erste Wasserstrategie für Deutschland vorgelegt und mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz das größte Förderprogramm für Natur- und Wasserschutz in der Geschichte der Bundesrepublik aufgelegt haben.

Wasserpolitik ist spätestens mit dem Hitzesommer 2026 im Zentrum der politischen Debatte angekommen. Auf den Erfahrungen mit unserem Wasserschwerpunkt 2026 bauen wir auf – für einen noch energischeren politischen Kampf für sauberes und bezahlbares Wasser auch in den nächsten Jahren.

Wasserthemen in den Parlamenten
Sauberkeit und Ewigkeitschemikalien

Themenblock 1 (Mai-Anfang Juli): Chemikalien wie PFAS & Kosten für sauberes Wasser

Immer mehr Menschen sorgen sich über Schadstoffe im Wasser. Lass uns gemeinsam rausfinden, wie gesund und sauber unser Wasser ist und was wir tun können, um das kostbare Nass auch langfristig sauber, gesund und günstig zur Verfügung zu haben! Egal ob das Wasser, das aus der Leitung kommt oder im Badesee, in dem du mit der Familie im Sommer schwimmen gehst. Wir wollen mit dir dafür kämpfen, dass die PFAS-Verschmutzung von Wasser und Natur endlich verringert wird und die steigenden Kosten für sauberes Wasser von der Industrie, nicht den Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Denn eins ist klar: Sauberes Wasser darf kein Luxus sein. 

Darum geht's

Sauberes Wasser steht unter Druck. Sauberes Wasser war nie einfach da. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Wasserqualität in Deutschland und Europa verbessert. Doch genau diese Erfolge stehen jetzt auf dem Spiel. Weil seit etlichen Jahren neue Schadstoffe wie PFAS unser Wasser verschmutzen. PFAS finden sich unter anderem in der Antihaftbeschichtung von Pfannen und Waffeleisen oder in wasserabweisender Kleidung, in Zahnseide und Kosmetika. Inzwischen enstehen aber immer mehr Alternativen. Wir setzen uns dafür ein, dass PFAS und verwandte Stoffe so schnell wie möglich europaweit verboten werden und die Industrien (vor allem Pharma und Kosmetika), die einen Großteil dieser Schadstoffe über ihre Produkte in die Welt setzen, auch einen Großteil der steigenden Kosten für die Reinigung von Wasser übernehmen. Genau eine solche Regelung zur Kostenbeteiligung der Industrie hat sich die EU vorgenommen, doch jetzt will die Union diese Regel kippen - die Folge wären steigende Wasserkosten für alle Bürger*innen. Auch für ein europaweites PFAS Verbote setzt sich die Bundesregierung viel zu wenig ein. Zeit, Druck zu machen, dass sich das ändern - und gleichzeitig viel mehr in die Erforschung von Alternativen investiert wird. Denn viele Initiativen oder Tüftler*innen versuchen längst, Verschmutzung oder die Gründe für Verschmutzung zu reduzieren, von schmutzigen auf saubere Produktionsprozesse oder biologisch abbaubare Alternativen umzustellen. Je mehr Verschmutzung wir verhindern, desto weniger muss teuer gesäubert werden.

Hitze, Dürre und Grundwasserknappheit

Themenblock 2 (Juli-August): Hitze, Dürre und knappes Grundwasser

Der Sommer fängt gerade erst an und schon sprengen die Temperaturen alle Rekorde und werden zur gesundheitlichen Belastung für immer mehr Menschen. Zubetonierte Städte heizen sich immer weiter auf und in immer mehr Regionen rufen Kommunen zum Wassersparen auf, weil Grundwasserspiegel sinken. Die Klimakrise ist damit voll bei uns angekommen - aber wir können vieles tun, um die Folgen abzumildern und dafür sorgen, dass unsere Familien, Freund*innen und die kommenden Generationen besser durch Hitzewellen oder Phasen knapperen Grundwassers kommen. Dazu gehört, dass wir zubetonierte Böden reduzieren, ein Stück kühlende Natur in die Städte und Ortskerne zurückbringen und Grundwasser gerechter managen, anstatt es durch Großkonzerne unreguliert und auf Kosten aller anderen abpumpen zu lassen.

Darum geht's

Deutschland wird immer heißer und trockener, was für Mensch, Tier und Natur zur immer größeren Belastung wird. An vielen Stellen wird dieses Problem durch falsche Politik und Nicht-Handeln verschärft. Natur muss wieder mehr Raum gegeben und geheilt werden, damit Wasser in Böden besser gespeichert werden kann. Nicht nur durch mehr Auen und Moore auf dem Land, sondern auch durch die Entsiegelung von zubetonierten und voll-gepflasterten Flächen in den Städten, die ansonsten in der heißen Sommersonne immer weiter aufheizen und die ganze Nachbarschaft gleich mit. Deswegen gilt es, ein Stück Natur in die Kommunen zurückzubringen und neben mehr kühlenden Stadtbäumen auch Initiativen wie Abpflastern zu unterstützen. Diese Initiative regt Bürger*innen überall in Deutschland dazu an, Böden in den Städten von Stein und Beton zu befreien und zu begrünen, damit sie Wasser wieder speichern können und weniger Hitze reflektieren. Ein kleiner aber einfacher Schritt hin zu mehr Natur, Kühlung und Wasserschutz, bei dem alle mitmachen und Spaß haben können.

Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, dass mit unserem Grundwasser auch besser umgegangen wird. Spätestens jetzt in Zeiten von Hitze und Dürre braucht Deutschland ein besseres Grundwassermanagement, damit nicht große Konzerne unreguliert und maßlos Wasser abpumpen und Bürger*innen oder Landwirtschaft unter Knappheit leiden oder Badeseen überall im Land austrocknen. Für uns ist klar: es muss endlich nachvollziehbar und transparent werden, welche Firmen - egal ob Konzerne wie Redbull, Industrie oder das neugebaute KI-Rechenzentren - wieviel Grundwasser verbrauchen und es braucht klare und faire Gebühren für solche Großverbraucher, damit am Ende nicht andere sprichwörtlich auf dem Trockenen sitzen. Viele Bürgerinitiativen in ganz Deutschland setzen sich genau dafür ein und wir stehen dabei politisch an ihrer Seite. 

Unsere Anträge und Papiere

Pressestimmen zu unseren Wasser-Themen
Unser 6-Punkte-Plan

Konkrete Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung erläutern Britta Haßelmann, Dr. Julia Verlinden und Steffi Lemke.

Zum Papier
Wasser für alle - die Welt in einem Wassertropfen

Infografik zum Thema: Verschmutzung durch PFAS


Wassereinblicke vor Ort

Stefan Schmidt schaut aus einem Zugfenster auf den Bezirk der Flüsse in der Oberpfalz rund um Regensburg.

Im Bezirk der Flüsse: Stefan Schmidt

Die Oberpfalz ist ein Bezirk der Flüsse. Sie machen Naherholung, Wasserkraftwerke, Kanutourismus und Fischzucht möglich. Der Abgeordnete Stefan Schmidt, Sprecher für Tourismuspolitik, hat mit Expert*innen die Auswirkungen des Klimawandels erkundet.

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MdB Karl Bär in seinem Wahlkreis am Tegernsee

Am Tegernsee: Karl Bär

Der Tegernsee in Oberbayern zählt zu den bekanntesten Urlaubsregionen Deutschlands. Selbst in dieser von Natur und Tourismus geprägten Region wird inzwischen eine problematische Chemikalie im Wasser nachgewiesen: Karl Bär hat vor Ort getestet.

Mehr dazu: Am Tegernsee: Karl Bär
Die grüne Bundestagsabgeordnete Claudia Müller steht lachend mit Gummistiefeln in der Hand neben einem Auto, bereit für einen Ausflug ins Moor.

Klimaschutz an der Ostsee: Claudia Müller

Direkt vor der Haustür von Claudia Müller, nur einen kräftigen Steinwurf von der Ostseeküste entfernt, verwandelt sich gerade die Landschaft: Auf rund 850 Hektar bekommt hier ein Moor sein Wasser zurück.

Mehr dazu: Klimaschutz an der Ostsee: Claudia Müller

Wasser ohne Ende – oder? Marcel Emmerich

Wie die regionale Wasserversorgung auch in Zukunft gesichert werden kann, damit hat sich Marcel Emmerich im Rahmen seiner jährlichen Radtour durch den Wahlkreis beschäftigt: von historischen und aktuellen Pumpwerken bis zu einer Wasserbüffelherde.

Mehr dazu: Wasser ohne Ende – oder? Marcel Emmerich
Die grüne Bundestagsabgeordnete Ayse Asar steht mit einer Besuchsgruppe in ihrem Wahlkreis am Beuerbacher See

Rettung des Beuerbacher Sees - Ayse Asar

Der Beuerbacher See in Hessen stand durch Überhitzung und Vermüllung kurz vor dem Kollaps, die ersten Fische starben bereits. Durch den örtlichen Angelverein konnte das Ökosystem gerettet werden – vorerst. Ayse Asar hat sich ein Bild vor Ort gemacht.

Mehr dazu: Rettung des Beuerbacher Sees - Ayse Asar

Auf Moor-Tour: Niklas Wagener und Britta Haßelmann

Ende August haben sich Niklas Wagener und Britta Haßelmann im Rahmen einer Moor-Tour durch Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit der Zukunft unserer Moore und dem Thema Wasserrückhalt in der Landschaft auseinandergesetzt.

Mehr dazu: Auf Moor-Tour: Niklas Wagener und Britta Haßelmann

Niedrigwasser in Brandenburg: Vor Ort mit Andrea Lübcke

Der niedrige Wasserstand der Schwarzen Elster steht stellvertretend für die Wasserknappheit in Deutschland in diesem Sommer. Das Problem: Unkontrollierte Wasserentnahmen und Begradigungen in der Vergangenheit. Die Lösung: Renaturierung & Regulierung.

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Tarek Al-Wazir im Wahlkreis am Main

Wasser in Hitze und Dürrezeiten: Tarek Al-Wazir

Wie verändert der Klimawandel den Wasserhaushalt in der Region, und was passiert mit Trinkwasser nach der Nutzung? Mit diesen Fragen hat sich der hessische Bundestagsabgeordnete Tarek Al-Wazir bei Terminen in seinem Offenbacher Wahlkreis beschäftigt.

Mehr dazu: Wasser in Hitze und Dürrezeiten: Tarek Al-Wazir

Auswertung: Sommer-Umfrage zu Badegewässern

An unserer Umfrage zu eurem Lieblingsbadegewässer haben über hundert Personen aus 10 Bundesländern mitgemacht. Danke für die zahlreichen Reisetipps von der Holsteinischen Schweiz über die Seen in Feldberg und Carwitz in Mecklenburg-Vorpommern bis zur Talsperre Lingese in NRW und an den Bodensee. Ganz oben auf unserer Wunschliste steht nun die blaue Adria in Crosta bei Bautzen in Sachsen!

Wenig überraschend: Mit 58,5% macht sich eine klare Mehrheit große Sorgen um den Wasserstand an diesen Gewässern, 26,4% ein wenig.  Nur 15% machen sich derzeit darüber keine Sorgen, etwa an der Ostsee oder bei Berlin an Oranke- und Tonsee.

Machst du dir Sorgen um den Wasserstand deiner Lieblingsbadestelle?

Umfrage zum Sommerthema Wasser (Juni-August 2026)

Der Textersatz für das Diagramm befindet sich in der folgenden Datentabelle.
Dies ist der Textersatz für das Diagramm.
nein - derzeit nicht (15%) ja - sehr (58.5%) ein wenig (26.4%)
8 31 15

Unser Wasser-Schwerpunkt auf Social Media


Publikationen zum Thema Wasser

Ein Stadtpark mit einem Springbrunnen in der Mitte und vielen Menschen drumherum, darüber der Titel "Menschen schützen, Wasser sichern"

Menschen schützen, Wasser sichern

Unser Plan gegen Hitze und Trockenheit.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Menschen schützen, Wasser sichern
5 Postkarten liegen auf einem Tisch

Postkarten-Set Wasser

Wasser: warum wir es brauchen, wie wir es schützen

Sonstiges
Zur Publikation: Postkarten-Set Wasser

Sauberes Wasser für alle!

Wir wollen keine Chemikalien für die Ewigkeit im Wasser.

Flyer & Broschüren
Zur Publikation: Sauberes Wasser für alle!

Weitere Wasserthemen aus der Fraktion

Ein lichtdurchfluteter Mischwald bei Sonnenschein.

Umwelt und Naturschutz

Wir wollen gesunde Luft, sauberes Wasser, weniger Lärm und Schadstoffe in unserer Umwelt und kämpfen für mehr Natur- und Artenschutz.

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Mehr dazu: Umwelt und Naturschutz
Eine Passantin trinkt Wasser aus einer Plastikflasche.

Klimanotstand in Deutschland: Es braucht endlich einen Krisenplan der Bundesregierung

Unser Klimakrisenplan mit 26 Maßnahmen schützt vor der nächsten Hitzewelle, kühlt Dörfer und Städte und packt die Ursache an.

Einfach erklärt

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