Viele Ferkel und eine Sau in einem Freilandgehege.

Tierschutz

Tieren in Deutschland soll es gut gehen

  • Millionen von Tieren leiden nach wie vor in deutschen Tierversuchslaboren, Küken werden standardmäßig die Schnäbel abgeschnitten und Elefanten müssen im Zirkus unnatürliche Kunststücke vorführen. Tiere werden stundenlang durch ganz Deutschland oder ins Ausland transportiert, um dann geschlachtet zu werden.
  • Wir Grüne im Bundestag kämpfen dafür, dass es allen Tieren gut geht. „Grüner statt größer werden“ ist unser Leitmotiv für die Tierhaltung der Zukunft.
  • Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Ein großer Erfolg, den wir Grüne im Bundestag gemeinsam mit den Tierschutzorganisationen erreicht haben. Wir setzen uns außerdem für ein Ende der Massentierhaltung, ein Tierschutzgesetz und tierversuchsfreie Forschungsmethoden ein.

Wir wollen, dass es Tieren in Deutschland gut geht und Tierschutz nicht mehr das Futter für Sonntagsreden ist, sondern gelebte Realität.

Tierhaltung: Grüner statt größer werden

Wir wollen innerhalb der nächsten 20 Jahre aus der industriellen Massentierhaltung aussteigen. „Grüner statt größer werden“ ist unser Leitmotiv für die Tierhaltung der Zukunft. Wir wollen allen Tieren ein würdiges Leben ermöglichen. Eine solche Haltung wollen wir gezielt fördern und die gesetzlichen Regeln verbessern. Die Tiere brauchen mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung. Amputationen und Qualzucht wollen wir ein für alle Mal beenden.

Wir fordern:

Weitere Informationen auch unter Agrar.

Tierschutz: Tierschutzgesetz und Verbandsklagerecht

Um mehr Tierschutz zu ermöglichen, wollen wir die rechtlichen Regeln verbessern. Wir wollen aber auch, dass es Menschen und Institutionen gibt, die sich darum kümmern, dass diese Regeln tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden und es Tieren dadurch wirklich besser geht.

Wir fordern:

Tierhandel: Tiere nicht weiter wie Ramschware behandeln

Auch wenn sie noch so süß aussehen, manche Tierarten passen einfach nicht ins Wohn- oder Kinderzimmer. Weil etwa ihre Haltung zu fordernd ist und damit Gefahren für die Gesundheit oder die öffentliche Sicherheit verbunden sind. Aber auch weil durch den Handel mit diesen Tieren ihr Fortbestand gefährdet ist. Andere Tiere wiederum sind so gezüchtet, dass sie nicht ohne Qualen durchs Leben kommen: Hunde, die wegen ihrer verkürzten Schnauze nicht mehr richtig atmen können oder Nacktkatzen, denen die zur Orientierung notwendigen Tasthaare fehlen.

Wir fordern:

Zirkus- und Zootiere: Artgerechte Haltung ist bei einigen Tieren schlicht unmöglich

Giraffen, Nashörner oder Elefanten haben in einem Zirkus nichts zu suchen. Es ist in der Regel schlicht unmöglich, sie artgerecht unterzubringen und zu transportieren. Auch in Zoos ist die Haltung vieler Tierarten anspruchsvoll. Delfine etwa können in Deutschland nicht artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden.

Wir fordern:

Tierversuche: Tierversuchsfreie Forschungsmethoden stärker fördern

Jedes Jahr werden Millionen Tiere in Tierversuchen regelrecht verbraucht. Dabei verursachen tierfreie Methoden deutlich weniger Tierleid. Außerdem sind Erkenntnisse aus Tierversuchen nur bedingt auf den Menschen übertragbar. Wir wollen Tierversuche endlich konsequent reduzieren und schnellstmöglich überflüssig machen.

Wir fordern:

  • Eine nationale Strategie mit konkreten Maßnahmenplänen sowie Zeit- und Zielvorgaben.
  • Die EU-Tierversuchsrichtlinie endlich adäquat und tierschutzkonform umzusetzen. Weil Deutschland die Regeln falsch umgesetzt hat, leiden Tiere weiterhin und es droht ein Vertragsverletzungsverfahren.
  • Tierversuchsfreie Forschungsmethoden finanziell deutlich stärker zu fördern. Außerdem muss tierleidfreie Forschung schneller anerkannt und zugelassen werden.

Tierheime: Wichtige Arbeit stärken

Verbessern wollen wir auch die Situation der Tierheime. Sie leisten wichtige und wertvolle Arbeit, sind aber oftmals überfüllt und haben existentielle Geldsorgen. Längst landen nicht mehr nur Hunde oder Katzen im Tierheim, sondern immer öfter auch exotische Tiere, die aufwändiger gehalten werden müssen und kaum zu vermitteln sind.

Wir fordern:

  • Tierheime brauchen mehr Geld und klare, verbindliche Regelungen.
  • Eine Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen, sodass Tiere schnell ihren Besitzerinnen und Besitzern rückvermittelt werden können.
  • Eine Kastrierung von Katzen, die Zugang ins Freie haben und geschlechtsreif sind.