March for ScienceWissenschaftsfreiheit weltweit verteidigen

Bild von einer Demo. Ein Mädchen auf den Schultern eines Mannes. Sie hat ein Plakat in der Hand. Darauf eine gemalte Erde und der Text "We Need To Understand".
Zum March for Science setzen Wissenschaftler auf der ganzen Welt ein Zeichen für Pluralität und Offenheit. Das Foto entstand auf einer Demo im letzten Jahr.

Weltweit erstarken autoritäre, nationalistische und rechtspopulistische Strömungen und Autokratien. Sie richten sich gegen Pluralität, Weltoffenheit und Toleranz und damit auch gegen freie, kreative und kritische Wissenschaft. Doch auch in Deutschland propagieren einige das „Postfaktische“ immer lauter und lehnen unbequeme, wissenschaftliche Erkenntnisse – wie etwa aus der Klimaforschung – oder mit der Genderforschung gar ganze Disziplinen ab. Die Wissenschaft selbst schaut diesem Treiben nicht mehr tatenlos zu, sondern wehrt sich zu Recht. Zum March for Science setzen dieses Jahr bereits zum zweiten Mal Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt ein Zeichen gegen solche Entwicklungen.

Wissenschaftsfreiheit geht uns alle an

Der March for Science ist aber keine Sache der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler allein – vielmehr sind alle eingeladen, sich zu beteiligen. Neben Demonstrationen in verschiedenen Städten laden die Forschenden die breite Öffentlichkeit ein, mit ihnen über ihre Arbeit zu diskutieren. Gemeinsam können so Wege aus der Vertrauenskrise gefunden werden, in denen die Wissenschaft gerade steckt. Neugier und Forschergeist sind ansteckend und weiten die Perspektive über den bekannten Tellerrand hinaus. Wir Grüne im Bundestag unterstützen darum die vielen Beteiligten des March for Science in ihrem Eintreten für eine weltoffene, freie Wissensgesellschaft.

Wissenschaft als Teil der demokratischen Gesellschaft

Die Wissenschaft gibt immer wieder Impulse für soziale und ökologische Erneuerung. Sie ist eine der tragenden Säulen einer freiheitlichen und offenen Gesellschaft. Wo Grundfesten der Wissenschaftsfreiheit in Frage gestellt sind, stehen die offene Gesellschaft und Demokratie in Gänze auf dem Spiel. Um das Vertrauen in ihre Redlichkeit zu erhalten, muss Wissenschaft ihre Arbeitsweisen transparenter und ihre Alltagsbedeutung erfahrbarer machen. Dafür braucht es nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern dauerhaft die Gelegenheit zum Austausch zwischen Wissenschaftsgemeinschaft und interessierter Öffentlichkeit – von der „Langen Nacht der Wissenschaften“ über die „Kinder-Uni“ bis hin zum „Reallabor“ und dem öffentlichen Dialog.

Bildung und Wissenschaft spielen eine Schlüsselrolle, um die Globalisierung fair zu gestalten. Eine starke Zivilgesellschaft mit einer starken Wissenschaft – das ist es, was wir in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt brauchen.

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