Das grüne Familien-BudgetFamilien entlasten und Kinder fördern

Familien leisten viel - füreinander, aber auch für die Gesellschaft. Viele tun das unter schwierigen Bedingungen. Familien brauchen mehr Unterstützung und Kinderarmut muss gelindert werden. Das grüne Familien-Budget zeigt, wie es geht.

Kinder leben bei uns sehr unterschiedlich. Sie haben alle die gleichen Rechte, kommen aber nicht alle gleichermaßen zu ihrem Recht. Um viele Kinder muss sich die Gesellschaft glücklicherweise keine Sorgen machen. Doch aktuell leben rund 2,5 Millionen Kinder in Deutschland in Armut oder sind von Armut bedroht. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Familien mit drei und mehr Kindern.

Armut schmerzt und grenzt aus.

Es tut weh, nicht mitzukönnen, wenn die Freundinnen und Freunde ins Kino gehen oder alle anderen auf Klassenfahrt sind. Die Zahl der Kinder, die von Armut bedroht sind und mit schlechten Chancen ins Leben gehen, wächst. Wir wollen deshalb Familien entlasten und dafür deutlich mehr Geld in die Hand nehmen

Das Familien-Budget

Mit dem grünen Familien-Budget schnüren wir ein großes Reformpaket. Mit zwölf Milliarden Euro pro Jahr wollen wir Familien entlasten. Dabei ist für uns ist die Bekämpfung von Kinderarmut besonders wichtig. Wir stärken Alleinerziehende durch eine echte Existenzsicherung für Kinder. Wir entlasten Familien mit geringem und mittlerem Einkommen und beenden endlich die ungleiche Unterstützung von Kindern entlang des Einkommens ihrer Eltern. Denn Eltern mit hohem Einkommen erhalten für ihre Kinder mehr Unterstützung vom Staat als Eltern mit kleinem oder mittlerem Einkommen. Alleinerziehende werden durch dieses System besonders benachteiligt. Derzeit ist die Kinder- und Familienförderung trotz ihrer Vielzahl an Leistungen weder gerecht noch wirksam. Das Familien-Budget geht die zahlreichen Schwachstellen bei der Familienförderung an und stellt die Förderung wieder vom Kopf auf die Füße.

Die drei Reformteile des Familien-Budgets

  1. Mehr Geld für alle Familien, die Leistungen der Grundsicherung erhalten.
    Die Regelsätze für Kinder, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, müssen so hoch sein, dass sie den tatsächlichen Bedarf verlässlich absichern. Das beinhaltet auch die Bedarfe zur Teilhabe am sozialen Leben, an Bildung, Kultur und Mobilität, soweit diese nicht durch Infrastruktur-Angebote gedeckt werden.
  2. Mehr Geld für Familien mit geringem Einkommen. Mit dem „Kindergeld-Bonus“ können sie verlässlich aus der Grundsicherung ausscheiden. Mit dem Kindergeld-Bonus garantieren wir, dass Kinder in Familien mit geringem Einkommen und Alleinerziehende bekommen, was sie zum Leben brauchen. Der Bonus ist so hoch, dass der Mindestbedarf des Kindes gedeckt ist. Eltern mit geringen Einkommen erhalten den Kindergeld-Bonus in voller Höhe. Bei höheren Einkommen der Eltern wird der Betrag abgeschmolzen. Der Bonus wird automatisch ausgezahlt. Damit wird jedes dieser Kinder zuverlässig erreicht.
  3. Mehr Geld für Familien mit mittlerem Einkommen und damit eine gerechtere Familienförderung.
    Statt Kindergeld und Kinderfreibeträgen gibt es künftig die Kindergrundsicherung. Dadurch erhalten Eltern mit kleinen und mittleren Einkommen für ihre Kinder endlich die gleiche Unterstützung wie Eltern mit hohen Einkommen.

Diese neue Kindergrundsicherung soll mit der Einführung einer Individualbesteuerung mit einem übertragbaren Grundfreibetrag verknüpft werden. Eltern, die heute bereits verheiratet oder verpartnert sind, können entscheiden, ob sie das alte Recht mit Ehegattensplitting, Kindergeld und Kinderfreibeträgen behalten oder in die neue Regelung wechseln – den grünen Familientarif mit Kindergrundsicherung und Individualbesteuerung. So stellen wir sicher, dass von unserer Reform alle profitieren.

Die drei Elemente des Familien-Budgets stellen sicher, dass alle Familien profitieren. Vor allem die, die mehr finanzielle Unterstützung brauchen. Eine Familie mit mittlerem Einkommen und zwei Kindern profitiert vor allem von der Kindergrundsicherung. Ebenso gewinnt die Familie, bei der das Geld so gerade zum Leben reicht. Sie profitiert vor allem vom Kindergeld-Bonus. Die Alleinerziehende, die sich um den Unterhalt für die Kinder kümmern muss, wird sich neben dem Unterhaltsvorschuss vor allem über den neuen Kindergeld-Bonus freuen, den sie nicht erst beantragen muss. Und Kinder aus Familien, die Sozialleistungen beziehen, werden endlich mit vernünftig berechneten Regelsätzen das bekommen, was sie zum Leben brauchen.

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1 Kommentar
Ursachen feststellen und abstellen.
Helmut Kaufmann 15.09.2017

Armuts-und Rentendebatten gibt es schon seit Bestehen der Bundesrepublik und werden noch die nächsten 50 Jahre für Wahlen missbraucht. Ob Mindestlohn, Betriebsrenten, Rentenniveau, Rente mit 63 für wenige,
Die soziale Ungerechtigkeit hat nur eine einzige Ursache:
Die Ursachen sind äußerst simpel. Die liegen einzig und allein in den über 65-jährigen progressiven Einkommenserhöhungen ausschließlich in Prozent.

Nach jeder Renten-und Lohnrunde werden die Armen ärmer und die Reichen reicher.
Das ist die Schere. Rentner 20 € mehr. BA Abgeordnete 214 € mehr.

Da die Grünen diese Tatsache, wie alle anderen, verleugnen ist niemand mehr wählbar.

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