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StudieUnzufriedenheit mit Umwelt- und Klimapolitik der Bundesregierung wächst

Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg) am 02.03.2014, davor ist der ausgetrocknete Boden eines abgelassenen Fischteiches zu sehen.
Kohleausstieg, Boden-, Gewässer- und Artenschutz: Die Bevölkerung stellt der Bundesregierung ein verheerendes Zeugnis aus.

Die aktuelle Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2018“ der Bundesregierung stellt Union und SPD ein Armutszeugnis aus: 86 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind mit der Umwelt- und Klimapolitik der großen Koalition unzufrieden, ihre Ignoranz der gefährdet immer stärker unsere Lebensgrundlagen. Die Folgen sind immer mehr gesundheitsschädliche Stoffe in unserem Grundwasser, unserer Atemluft und unseren Nahrungsmitteln. Die Studie belegt, dass die Bundesregierung sich lieber als verlängerter Arm der Agrarindustrie- und Autolobby gibt, als Politik im Sinne der BürgerInnen zu machen.

Umwelt- und Klimaschutz immer wichtiger

Die Anzahl der Menschen, die Umwelt- und Klimaschutz für sehr wichtig halten, ist seit 2016 um mehr als 20 Prozent auf 64 Prozent gestiegen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist laut der Studie gerade einmal halb so vielen Befragten wichtig. Diese Prioritätensetzung der Wählerinnen und Wähler wird von der Bundesregierung fast vollständig ignoriert. Der Kohleausstieg wird verschleppt, Tier- und Pflanzenarten auf fragwürdiger wissenschaftlicher Grundlage weiter dem Profit umweltschädlicher Industrien geopfert und Grenzwerte als Geschenk an die Autoindustrie zulasten unserer Gesundheit aufgeweicht.

Energie, Landwirtschaft und Verkehr sollen umwelt- und klimafreundlicher werden

Mit den Zielen der Energiewende sind die meisten der Befragten weitgehend einverstanden. Gleichzeitig sind 81 Prozent der Auffassung, dass die Energiewende zügiger gestaltet werden muss. Die Hälfte der Befragten findet es besonders wichtig, dass klimaschädliche Gase zügig reduziert werden.

Die Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Rückgang der Artenvielfalt, die Umweltbelastung durch Pflanzengifte wie Glyphosat, die Belastung von Flüssen und Grundwasserkörpern durch Gülle sowie die negative Beeinträchtigung der Bodenqualität, etwa durch Überdüngung oder Monokulturen, wird von jeweils ca. 90 Prozent der Befragten als großes Problem gesehen.

Im Verkehrsbereich sehen 89 Prozent der Befragten die Verringerung von Umweltproblemen wie Lärm, Abgasen und Feinstaub im Straßenverkehr als sehr oder eher wichtig an. Ebenfalls 89 Prozent sind davon überzeugt, dass sich die Verkehrspolitik der Bundesregierung an den Interessen der Wirtschaft orientiert. Nur 5 Prozent stimmen voll zu, dass sich die Verkehrspolitik am Umwelt- und Klimaschutz ausrichtet. Umwelt- und Klimaschutz sieht anders aus!

Verheerendes Zeugnis für Union und SPD

90 Prozent der Befragten schätzen den Umweltzustand weltweit als sehr oder eher schlecht ein. In Deutschland bewerten nur noch 60 Prozent - 20 Prozent weniger als noch 2016 - den Umweltzustand als gut oder besser. Entsprechend zeigen sich die befragten Bürgerinnen und Bürger mit der Politik der Bundesregierung deutlich unzufriedener als noch vor zwei Jahren: Nur noch 14 Prozent attestieren der Bundesregierung, dass sie genug für Umwelt- und Klimaschutz tut. Das waren zwei Jahre zuvor noch 34 Prozent.

Zwischen Reden und Handeln klafft gerade bei CDU und CSU seit vielen Jahrzehnten eine riesige Lücke und statt endlich verantwortungsbewusst zu handeln, wird die Situation schön geredet und hilfesuchend nach Brüssel geblickt. Das ist einer Deutschen Bundesregierung nicht würdig.

Verantwortung für Umwelt und Klima übernehmen

Wir Grüne im Bundestag setzen uns seit mehr als 35 Jahren für einen wirksamen Umwelt- und Klimaschutz ein, unter anderem mit unseren Konzepten für sauberes Wasser, für eine umweltverträgliche Landwirtschaft, für den Schutz vor der weiteren Zerstörung unserer Tier- und Pflanzenarten und der Vergiftung unseres Grundwassers sowie für eine Verkehrs- und Energiewende im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.

Wir werden weiter für einen sozial gerechten Klima- und Umweltschutz streiten. Die Studie zum Umweltbewusstsein 2018 bestätigt uns in unserer Arbeit.

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