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WetterextremeMittendrin in der Klimakrise

Am 2. Juni 2016 wird in Simbach am Inn das Ausmaß der Flutkatastrophe deutlich.
Die Klimakrise macht keine Pause. Im Gegenteil: Das Jahr 2018 geht so weiter, wie die vergangenen Jahre aufgehört haben: mit neuen Temperaturrekorden und Wetterextremen. Die Bundesregierung schiebt derweil den Klimaschutz weiter auf die lange Bank. Im Bild zu sehen ist die niederbayerische Stadt Simbach am Inn. Nach tagelangem Dauerregen kam es dort im Jahr 2016 zu dramatischen Überschwemmungen, in deren Folge die Behörden den Katastrophenalarm ausrufen mussten.

Schon der vergangene April dieses Jahres war der wärmste jemals gemessene April. Und auch der Mai ist aktuell auf dem Weg, ein weiterer Rekordmonat zu werden. Er ist schon jetzt wärmer als ein normaler Juni und liegt fast drei Grad über dem langjährigen Mittel. Gleichzeitig erschüttern uns die Bilder von verheerenden Gewittern mit teils erheblichen Niederschlägen in weiten Teilen Deutschlands. Teilweise fielen neben Hagelkörnern in Zentimetergröße Regenmengen um die 100 Liter pro Quadratmeter. Solche Niederschläge in so kurzer Zeit führen lokal dann zu heftigen Überschwemmungen und erheblichen Schäden. Der Grund: Diese enorme Wassermenge kann innerhalb so kurzer Zeit nicht abfließen. Normalerweise liegt das Regen-Soll für den gesamten Monat Mai in Deutschland bei durchschnittlich circa 70 Litern pro Quadratmeter.

Hohe Temperaturen begünstigen Extremwetter

Je höher die Temperatur ist, umso mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen und umso mehr Energie ist im System. Das ist einfache Physik. Damit steigt insgesamt die Wahrscheinlichkeit von Gewitter und Starkregen. Schon das Jahr 2017 war geprägt von Rekorden, Unbeständigkeit und Wetterextremen. Der März und der Oktober 2017 waren national die wärmsten Monate seit dem Beginn der Wetterauszeichnungen 1881. Gleichzeitig haben die Orkane "Xavier" und "Herwart" oder die plötzliche Rückkehr des Frostes im April 2017 das vergangene Jahr geprägt.

Bundesregierung schiebt den Klimaschutz auf die lange Bank

Obwohl sich die Klimakrise und ihrer verheerenden Auswirkungen nicht mehr übersehen lassen, schiebt die Bundesregierung den Klimaschutz weiter auf die lange Bank. Statt den Ausstieg aus der schmutzigen Kohle unverzüglich anzugehen, wird die Entscheidung auf eine Kommission abgeschoben. Und diese wird zudem noch durch Kompetenzgerangel geschwächt bevor sie überhaupt eingesetzt ist. Aktuell verzögert sich selbst die Einsetzung dieser Kommission von Woche zu Woche. Statt sich um wirksamen Klimaschutz zu kümmern leistet die Bundesregierung so der Klimakrise weiter Vorschub.

Wirksamer Klimaschutz jetzt

Der Kohleausstieg ist nur ein erster längst überfälliger Schritt. Darüber hinaus brauchen wir ein Klimaschutzgesetz, das Klimaschutz für alle Sektoren rechtlich verbindlich macht und die Regierung bei absehbarer Zielverfehlung zum Handeln verpflichtet. Darüber hinaus brauchen wir ein wirksames Preissignal für CO2, das die Verschmutzung der Atmosphäre unrentabel macht.

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